Eine schnelle Hilfe und die richtige Verwendung eines Defibrillators erhöhen die Überlebenschancen bei einem Herzinfarkt enorm. 43 gemeldete Defibrillatoren befinden sich aktuell im gesamten Bezirk St. Veit!

Seit der Erfindung der Herz-Lungen-Wiederbelebung in den sechziger Jahren konnte bisher keine Methode gefunden werden, die die Überlebensrate von Kreislaufstillständen derartig beeinflusst hat. „Man muss sie nur schnell genug anwenden, nämlich innerhalb der ersten fünf Minuten, denn die Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt pro Minute um ca. 10 Prozent“, so Heinz Gritzner, Bezirksgeschäftsleiter St. Veit/Glan.

Schnelle, richtige Hilfe.
Der Umgang mit einem Defi wird bei jeder Erste-Hilfe-Ausbildung mittels Übungsgeräten praktisch geübt und ist für jeden machbar. „Wesentlich ist aber auch die Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung (Herzmassage und Beatmung), um bei lebensbedrohlichen Zwischenfällen effizient Leben zu retten“, so Gritzner. „Im Rettungsdienst werden ähnliche Defibrillatoren verwendet, welche aber noch zusätzliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel die EKG-Ableitung, bieten. Im Notarztdienst sind hochwertige Defibrillatoren im Einsatz, welche mit Zusatzmodulen ein umfangreiches Patientenmonitoring ermöglichen.“

Vorgehensweise im Notfall.
Prüfen Sie, ob die Person reagiert (sehen, hören, fühlen – ca. zehn Sekunden) – keine Reaktion, keine Atmung: Veranlassen Sie den Notruf 144 oder 112 (internationaler Notruf). Lassen Sie sich einen Defi bringen. Beginnen Sie mit der Herzdruckmassage: Thoraxkompression mit Handballen und einer Frequenz von 100-120 Wiederholungen pro Minute. Wenn Defi verfügbar: Folgen Sie den Sprach/Bildschirmanweisungen, kleben Sie eine Elektrode unter die linke Achsel, kleben Sie die andere Elektrode unter das rechte Schlüsselbein. Defi empfiehlt Schock: Niemand berührt den Patienten, Schock auslösen. Herzdruckmassage fortsetzen bis Defi neue Anweisungen gibt oder der Patient Lebenszeichen aufweist.

Defibrillatoren-Standorte.
Der Bezirk St. Veit ist gut mit Defibrillatoren ausgestattet. St. Veit: Ärztezentrum, Bezirksaltenheim, Bundesschulzentrum, Hallenbad und in der Ordination von Dr. Wieser. Frauenstein: Gasthaus Egger und in der Ordination von Dr. Wette. St. Georgen/Längsee: Stiftsbad Längsee und in der Raiffeisenbank Launsdorf. Kappel/Krappfeld: Feuerwehrhaus Kappel und Passering. Althofen: Feuerwehr Althofen, Freizeitzentrum, Kulturhaus, Raiffeisenbank und bei der Sportanlage. Weitensfeld: Café Bäckerei Stocklauser und bei Familie Sick. Glödnitz: Gemeindeamt. Friesach: Freibad, Stadtamt, Landhotel Metnitztalerhof und im Bezirksaltenheim. Metnitz: Marktgemeindeamt und in der Volksschule Grades. Klein St. Paul: Ortsrettungsstelle und beim Feuerwehrhaus Wieting.

Erste Defisäule.
Am Schillerplatz in St. Veit gibt es nun die erste kärntenweite Defisäule. Mit GPS ausgerüstet und mit der Landesleitzentrale vernetzt, ist es für jeden möglich, Erste Hilfe zu leisten! Das Kärntner Rote Kreuz will flächendeckend öffentlich zugängliche Defibrillatoren. 150 Säulen sollen in nächster Zeit entstehen – die Miete beträgt rund 100 Euro im Monat, diese zahlt die Gemeinde.

Hier eine Auflistung aller Bezirke kärntenweit

Die neue Defisäule in St. Veit am Schillerplatz

Kennzeichen eines Defibrillators
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