Die Arbeit von Installations- und Gebäudetechnikern beinhaltet viele interessante Tätigkeiten, bei der die Lehrlinge in den Bereichen Montage, Service und Planung von Sanitär-, Heizungs und Klimaanlagen ausgebildet werden.

Im Groben sorgt der Installations- und Gebäudetechniker dafür, dass Wohnungen, Häuser, aber auch Betriebe mit Wärme, Wasser und Luft versorgt werden. Um einen tieferen Einblick in diesen Lehrberuf zu bekommen, bat der SPITTALER Lehrlingsausbilder Markus Zlanabitnig und Lehrling Michael Bliem vom Installationsbetrieb Pirker-Frühauf Heizung & Bad in Lieserbrücke zum Interview.

Ausbildung
Die Lehre im Modullehrberuf Installations- und Gebäudetechnik teilt sich in eine zweijährige Ausbildung im Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik und in eine einjährige Ausbildung, bei der man im Hauptmodul zwischen Gas- und Sanitärtechnik, Heizungstechnik oder Lüftungstechnik wählen muss. Zusätzlich kann in einem weiteren, dem vierten Ausbildungsjahr, ein zweites Hauptmodul oder ein Spezialmodul wie Badgestaltung, Ökoenergietechnik, Steuer- und Regeltechnik oder Haustechnikplanung gewählt werden. Die Berufsschule befindet sich in Spittal an der Drau und wird blockweise absolviert.

Voraussetzung
Wer eine Ausbildung zum Installations und Gebäudetechniker anstrebt, sollte laut Lehrlingsausbilder Markus Zlanabitnig handwerkliches Geschick mitbringen, technisch begabt sein, über ein logisches und mathematisches Verständnis verfügen und natürlich Interesse an Hydraulik, Wasser-, Lüftungs- und Installationstechnik und Mechanik haben. Lehrling Michael Bliem aus Obermillstatt brachte die geforderten Voraussetzungen mit und startete seine Lehre vor zwei Jahren bei dem Installationsbetrieb: „Ich habe in den Beruf dürfen und mir war schnell klar, dass ich die Ausbildung machen möchte“, so der 18-Jährige.

Aufgaben
Der Beruf ist sehr anspruchsvoll, wie Lehrlingsbeauftragter Markus Zlanabitnig weiß: „Grundsätzlich gehört die Wartung und Instandhaltung von Wärmeerzeugungs- und Heizungsanlagen sowie Rohrsystemen zu den Aufgaben des Installations- und Gebäudetechnikers. Auch die Bereiche Hydraulik und Strömungstechnik sowie Regelungs-, Steuerungs- und Antriebstechnik fallen in das Berufsprofil. Außerdem plant und montiert der Installations- und Gebäudetechniker die entsprechenden Lüftungs-, Heizungs-, Sanitär- und Wasserversorgungsanlagen und sorgt für die Ableitung und Entsorgung von Abgasen und Abwässern“. Es gibt also einiges für die Auszubildenden zu lernen. „Der Beruf ist nicht eintönig, sondern sehr abwechslungsreich. Kein Tag gleicht dem anderen. Außerdem ist es spannend zu sehen, wenn man mit seinen eigenen Händen etwas zum Funktionieren gebracht hat“, so Michael Bliem über seine Ausbildung.

Aussicht
Nach der Lehrzeit sammeln die Installations- und Gebäudetechniker noch ein paar Jahre Erfahrungen, bis sie schließlich tatsächlich als selbständige Monteure agieren oder wie Markus Zlanabitnig Lehrlinge ausbilden dürfen. Natürlich kann auch die Meisterschule absolviert und die Selbstständigkeit angestrebt werden. „Nach meiner Lehre möchte ich gerne bei der Firma bleiben und mein Wissen an die Nachwuchs-Lehrlinge weitergeben“, erklärt Michael Bliem.

Weitere Infos zu Lehrberufen und Möglichkeiten gibt’s auch auf: www.lehre.ktn.gv.at
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