Sigi Kulterer gestaltete für 2018 einen Kunstkalender mit Werken aus vier seiner Zyklen. Im Frühling stellt der in Ruden lebende Künstler in Peking aus.

In den Mittelpunkt seiner Arbeiten stellt Künstler Sigi Kulterer in erster Linie existenzielle Fragen – neben der menschlichen Daseinsbewältigung mit dem Konfliktpotenzial mit der Umwelt. „Ich hoffe, dass mein künstlerisches Schaffen und Aufzeigen der Umweltproblematik einen kleinen Beitrag für mehr Achtung und Respekt für unsere einzigartige und wunderschöne Erde leistet“, sagt Kulterer.

Zweiter Kalender
Seine für den Kalender 2018 ausgewählten Bilder beschreiben die vier Jahreszeiten: „Passend zum Winter etwas Frischeres, dann Wärmeres für den Frühling, zum Sommer ägyptische Favelas und für Herbst/Winter Motive meiner neuesten Serie ,Some problems’“, erklärt der Künstler den Aufbau. Nach 2014 ist dies nun der zweite Kalender, den der in St. Nikolai lebende Maler herausgegeben hat. Die Auflage hat 200 Stück, erhältlich ist der Kunstkalender bei Sigi Kulterer selbst (www.sigi-kulterer.com). Vorgestellt wurde der Kalender Ende November im Rahmen einer Vernissage in der „Fishery Steffan“ in Seidendorf, St. Kanzian. „Das Lokal hat ein wunderschönes Ambiente. Es ist inspirierend für mich, nicht nur dort essen zu gehen, sondern auch Werke zu präsentieren.“ Die Bilder der Kalender-Motive wurden auf zwölf Staffeleien ausgestellt.

Reihe „Some problems“ in China
Im Frühling 2018 zieht es Kulterers Kunst in die Ferne: Gemeinsam mit dem chinesischen Künstler Fu Wenjun, mit dem er heuer bei der Biennale in Barcelona (Spanien) mit dem „Francisco Goya International Award“ ausgezeichnet wurde, wird Sigi Kulterer in Peking ausstellen. Die Dauer der Ausstellung ist für einen Monat geplant, zu sehen sein werden 35 Bilder aus Kulterers neuestem Zyklus „Some problems“. Die Vorbereitungen für das Verschicken der ausgewählten Bilder nach China laufen bereits. Kulterer: „Es ist recht kompliziert, verschiedene Auflagen sind zu erfüllen. Interessant ist, dass vor allem großer Wert auf die Rahmen gelegt wird, diese müssen mit Zertifikaten belegt sein.“ Für die Teilnahme als Vertreter Österreichs an der internationalen Biennale für Malerei, die Anfang Mai 2017 im „Museu Europeu D ’Art Modern“ in Barcelona stattgefunden hat, wurde Kulterer von einer internationalen Jury ausgewählt.

Sigi Kulterer mit seinem Kunstkalender 2018.
Großes Foto oben: Bei der Vernissage und Kalender-Präsentation in der „Fishery Steffan“ in Seidendorf mit Bgm. Thomas Krainz (l.)
© KRM, KK