Masernfälle steigen weltweit um 30 Prozent an. Die WKO bezeichnet Impfgegner als globale Bedrohung. Gesundheitsreferent Alexander Radl: „Masern sind nicht zu unterschätzen.“

Fast hatte man die Masern schon ausgerottet geglaubt, doch die aktuellen Ereignisse in der Steiermark untermauern, welche Folgen eine zu geringe Durchimpfungsrate haben kann. Immer wieder treten Fälle auf, von denen einige schweren Verlauf und Folgeschäden wie die Gehirnentzündung SSPE zeigen. Die europäische Seuchenbehörde geht von einem Todesfall pro 1.000 Erkrankter aus. Die Komplikationsrate liegt bei 20 Prozent. Die WHO zählt Impfgegner in ihrem Fünf-Jahresplan zu den zehn größten Bedrohungen für die globale Gesundheit.

95 Prozent müssen geimpft sein
Wer nicht geimpft ist, gefährdet andere, beispielsweise Kleinkinder, die noch zu jung zum Impfen sind oder Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht geimpft werden können. Um Masernausbrüche zu verhindern, müssten 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. „Masern sind keine zu verharmlosende Krankheit, sondern sie sind hoch ansteckend und können für Erwachsene und Kinder schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Alle Gesundheitsexperten empfehlen daher eine zeitgerechte Impfung zum Schutz des Kindes und der ganzen Familie“, sagt Wolfsbergs Gesundheitsrefernt STR Alexander Radl.

Kostenlose Kombinationsimpfung
Die wichtige Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln wird im Wolfsberger Gesundheitsamt in der Bezirkshauptmannschaft kostenlos verabreicht. Die Mediziner checken den Impfstatus der Kinder in der Volkschule und klären die Eltern, auch verunsicherte Impfkritiker, fachkundig und kritisch auf.“ Auch Erwachsene können sich im Gesundheitsamt der Stadt Wolfsberg impfen lassen.

Wolfsbergs Gesundheitsstadtrat Alexander Radl

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