Im Rahmen des Gesamtkonzeptes für alle Kärntner Berufsschulstandorte soll die Fachberufsschule Völkermarkt als Standort für Bau- und Baunebengewerbe erweitert werden. Umfassende Sanierung ist in Planung.

1988 hat die Fachberufsschule (FBS) Völkermarkt ihren Standort mit Schulgebäude und Internat bezogen, nun ist ein umfassender Ausbau mit Sanierung und Modernisierung geplant. Berufsschuldirektorin Waltraud Groß: „Völkermarkt ist der Standort für Bau- und Baunebengewerbe. Im Zuge des Gesamtkonzeptes über alle Berufsschulstandorte Kärntens wird Völkermarkt das Kompetenzzentrum ,Bau – Raum – Design’.“
Zusätzlich zu den derzeitigen Berufen Maurer, Maler, Hafner, Fliesenleger, Schilderhersteller und Bautechnischer Zeichner werden Tapezierer und Bodenleger nach Völkermarkt kommen. „Berufsfelder, die passen, und die auch neu entstehen“, betonte Landeshauptmann Peter Kaiser im Hinblick darauf, dass bei Schulbauten nicht eine Perspektive von fünf Jahren, sondern von 20 bis 30 Jahren zu bedenken sei.

Schulstadt Völkermarkt
LH Peter Kaiser, Direktorin Waltraud Groß und Bgm. Valentin Blaschitz präsentierten gemeinsam die geplante Sanierung der Fachberufsschule Völkermarkt unter dem Motto „Beste Rahmenbedingungen für Kärntens kluge Köpfe“. Kaiser betonte die Gleichwertigkeit aller Schulen und hob Völkermarkt als „Bildungsstadt im Süden Kärntens“ hervor – mit Kindergärten, Volksschulen, Neuer Mittelschule, HAK, Alpen-Adria-Gymnasium, Landwirtschaftlicher Fachschule, Polytechnischer Schule und Fachberufsschule. Das Kompetenzzentrum sei „wichtig für ganz Kärnten“. Neben der handwerklichen Qualifikation müsse auch der fortschreitenden Digitalisierung in den Berufsfeldern in der Berufsschulausbildung Rechnung getragen werden.

„Möglichst rasch bauen“
LH Kaiser zum Zeitplan: „Anfang des nächsten Monats wird der entsprechende Grundsatzbeschluss gefasst. Gleich danach beginnt die Arbeitsgruppe mit der Funktions- und Raumplanung.“ Logistische Herausforderungen mit Hochbetrieb sowie Ferienzeiten gelte es bei einem Schul-Totalumbau immer zu meistern. „Ziel ist es, möglichst rasch zu bauen, wenn wir wissen wie. Aber ich denke, dass wir 2019 mit dem Bau beginnen sollten“, so der Landeshauptmann. Abhängig von der Planung ist auch die Investitionssumme in den Um- und Ausbau – grob geschätzt nannte Kaiser die Summe von zehn Millionen Euro.
Bürgermeister Valentin Blaschitz: „Diese Investitionen, die getätigt werden, sind Investitionen in die Zukunft. Mit dem Kompetenzzentrum ist der Bestand der Fachberufsschule auf Jahrzehnte gesichert. Beste Bedingungen und Voraussetzungen, die Bezirkshauptstadt als Schulstadt präsentieren zu können.“

Mehrfachnutzen
Betont wurde auch die Überlegung, die Schul- sowie Internatsräume in der freien Zeit zusätzlich zu nutzen, sowohl etwa für Weiterbildungsveranstaltungen als auch Jugendtouristisch. Hier verwies Bgm. Blaschitz etwa auf das Rudersportleistungszentrum am Stausee in dem regelmäßig auch Ruderer aus ganz Österreich trainieren.

Am Foto: LH Peter Kaiser, Direktorin Waltraud Groß von der Fachberufsschule Völkermarkt und Bgm. Valentin Blaschitz
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