Der Künstler Peter Kohl kann sich freuen. Der Ebenthaler ist nämlicher einer von 33 namhaften Künstlern, die ihre Werke im Zuge der Ausstellung „Guernica“ präsentieren. Nur ein zweiter Kärntner Künstler ist unter den „Auserwählten“. Auch der Villacher Richard Kapledig hat sich mit dem Thema „Gedanken zu Guernica“  für diese Ausstellung auseinandergesetzt. Die Werke von Künstlern wie Hermann Nitsch, Xenia Hausner, Erwin Wurm und Gottfried Helnwein bilden den gewichtigen zweiten Teil dieser Ausstellung, denn sie fungieren als Brückenbauer in die Gegenwart des 21. Jahrhunderts und wollen als starker kollektiver Appell für eine friedvolle Welt begriffen werden. Kohl steuert für die Ausstellung das Bild „Pink Paul“ aus.  „Ich habe eine Serie gemacht in der immer die absurde Figur Pink Paul vorkommt. Ich habe dem Paul Hörner aufgesetzt. Für Picasso war der Stier ja das Zeichen für den Faschismus. Ich sage dezidiert: Faschismus hat bei uns keinen Platz“, sagt Kohl.

Picasso in Österreich
Das Sensationelle an der Ausstellung: Die Original-Vorlage für die berühmte Tapisserie des Motivs „Guernica“ von Pablo Picasso (ausgestellt im Foyer der Vereinten Nationen) kommt erstmals nach Ö̈sterreich.  Das imposante und bildgewaltige Werk in den Originalmaßen von 3,50 mal 7,10 Meter wurde 1955 von Pablo Picasso gemeinsam mit Jacqueline de La Baume Dürrbach in Paris erstellt. Pablo Picasso erschuf mit der „Guernica“ ein zeitloses Werk, mahnend für den Frieden zwischen den Völkern der Erde. In den Museumsräumen der Kaiserlichen Hofburg Innsbruck wird vom 21.September bis zum 2. November 2018 ein sensationelles Ausstellungsprojekt präsentiert.

Foto: © Wolfgang Jannach