Ein Burberry-Kleid um einen Euro? Mit etwas Glück sind im Second Hand Shop der Pfarre St. Martin unglaubliche Schnäppchen möglich.

Jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr öffnet er seine Pforten: Kärntens wohl günstigster Second Hand Shop. Und obwohl dies bereits seit über 30 Jahren passiert, gilt diese ganz besondere „Fashion“-Einrichtung der Pfarre St. Martin unter Schnäppchenjägern immer noch als Geheimtipp.Die meiste Kleidung, wie T-Shirts, Röcke oder Pullover, kosten einen Euro; Babysachen oder Accessoires schon ab 50 Cent. Mit fünf Euro bewegt man sich hier preislich schon im Luxussegment, das sind dann ausgewählte Stücke wie sehr gut erhaltene Ballkleider, Trachten oder Lederjacken. Am meisten vorhanden ist Damenbekleidung, gefolgt von Herren- und Kindergewand.

Shoppen mit Mehrwert. „Unsere Preise sind auch eher als Unkostenbeiträge zu sehen. Der Second Hand Shop ist eine soziale Einrichtung der Kirche und kann auch nur in diesen Räumlichkeiten stattfinden“, erklärt Gerlinde Rauchenwald, Leiterin des Shops. Auf diese Art werden Fixkosten deutlich reduziert, die zwölf Mitarbeiterinnen arbeiten ehrenamtlich. „Ich bin bereits seit Anfang an mit dabei. Die Tätigkeit macht Spaß und die Leute sind froh, dass sie uns überflüssige Kleidung bringen können“, erzählt Rauchenwald. Dienstags wird vorsortiert – hin und wieder sind die Röcke und Co. nicht mehr brauchbar und werden entsorgt. „Hauptsächlich bekommen wir aber schöne Sachen, auch viele Markenteile sind dabei. Bringen kann man uns die Sachen ebenfalls donnerstags während der Öffnungszeiten“, so Rauchenwald.

Helfer willkommen. Der Reinerlös wird für karitative Angelegenheiten verwendet, so werden etwa bedürftige Familien finanziell unterstützt. So vielfältig das textile Angebot ist, so sind es auch die Kunden. „Wir haben viele Ausländer, aber auch Flohmarktfans, die gerne auf Schnäppchenjagd gehen. Nicht jeder trägt natürlich gerne alte Sachen, der Umweltgedanke, das Recyceln, kommt aber auf diese Art ebenso zum Tragen“, betont Rauchenwald. Helfer sind übrigens immer willkommen – diese sitzen durch das Vorsortieren der Ware kleidungstechnisch auch gleich an der Quelle. So manches Goldstück findet sich garantiert.

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