Schlafzimmer: Parkbank – nicht gerade wünschenswert, vor allem in der kalten Jahreszeit. Ab 1. November ist das Kältetelefon der Caritas wieder erreichbar um wohnungslosen Menschen wirksam helfen zu können.

Die Hilfsorganisation Caritas bündelt sämtliche Kräfte und nimmt ab 1. November wieder ihr Kältetelefon in Betrieb. „Für Frauen und Männer, die im Freien schlafen, wird das Leben in der kalten Jahreszeit zum täglichen Kampf. Niemand soll auf Kärntens Straßen erfrieren“, so Caritasdirektor Josef Marketz.

Neue Nummer für den Notfall
Das Kältetelefon ist unter der neuen Notfallnummer 0463/39 60 60 sieben Tage die Woche von 20 Uhr abends bis sechs Uhr morgens bis voraussichtlich Ende März erreichbar. Katrin Starc als Caritas-Zuständige für das Kältetelefon und Leiterin der Wohnungslosentagesstätte „Eggerheim“ bittet alle Kärntnerinnen und Kärntner, die Nummer 0463/39 60 60 gleich ins Handy einzuspeichern und ausschließlich im Ernstfall anzurufen: „Viele PassantInnen wollen helfen, wissen aber nicht, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie im Winter das Schlaflager eines akut wohnungslosen Menschen sehen. Wir helfen ihnen gerne beim Helfen.“ Starc wird beim Kältetelefon von einem multiprofessionellen Caritas-Team aus MitarbeiterInnen der Sozialberatung und der Wohnungslosentagesstätte „Eggerheim“ in Klagenfurt unterstützt.

Kärntenweit vernetzt
Um Kälteopfern in Kärnten helfen zu können, hat sich die Caritas mit Städten, Gemeinden, Polizei, dem Roten Kreuz, Samariterbund und mit Pfarren vernetzt. „Geht beim Kältetelefon ein Anruf ein, dann beraten wir telefonisch, rücken gegebenenfalls in Klagenfurt selbst zur Hilfe aus oder schließen uns mit unseren Kooperationspartnern in Villach, Wolfsberg, Spittal und Hermagor kurz, die dann die weiteren Schritte zur Hilfe veranlassen beziehungsweise selbst vornehmen“, so Starc. Nach wie vor gelte: „Bei allen medizinischen Notfällen muss die Rettung unter 144 verständigt werden.“

Winterfeste Schlafsäcke werden ausgegeben
Ein Anruf beim Kältetelefon kann eine echte Überlebenshilfe sein. Starc: „Denn wohnungslose Menschen werden – sofern von ihnen gewollt – in ein Notquartier gebracht oder zumindest mit warmer Kleidung und winterfesten Schlafsäcken versorgt und über andere Hilfsangebote beraten.“ Zudem gäbe es in den Bezirken Villach/Land (Pfarre Weißenstein), Feldkirchen (Stadtpfarrkirche Maria im Dorn) und Völkermarkt (Kapitel- und Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena) heuer erstmals Boxen mit Schlafsäcken und Informationsmaterial über die Caritas-Wohnungslosentagesstätte „Eggerheim“ in Klagenfurt, in der Menschen ohne Wohnsitz tagsüber betreut werden.

Sach-, Zeit- und Geldspenden
Damit die Caritas wohnungslosen Menschen helfen kann, bittet sie um Sachspenden, wie winterfeste Schlafsäcke, Isomatten, warme Decken und Wintergewand. Sie können im Oktober von 8 bis 16 Uhr und ab November von Montag bis Sonntag von 8 bis 18 Uhr im „Eggerheim“ in der Kaufmanngasse 6 in Klagenfurt abgegeben werden. Außerdem werden freiwillige KöchInnen gesucht, die den wohnungslosen Menschen ein Mittagessen zubereiten.

Das Kältetelefon der Caritas ist ab 1. November wieder erreichbar

INFO:
Kältetelefon: 0463/39 60 60

Eggerheim (während der Öffnungszeiten): 0463/55 5 60-37

Spenden:
Kärntner Sparkasse
IBAN: AT40 2070 6000 0000 5587
Spendenzweck: Wohnungslosenhilfe

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