So etwas bekommt man nicht alle Tage zu sehen. KAC-Fan Robert Platzer hat sich sein eigenes Mini-Eishockeystadion im Keller verwirklicht.

Robert Platzer ist KAC-Fan seit frühester Stunde. Mitbegründet wurde die Leidenschaft bereits in der Schulzeit durch einen Geschichtelehrer der, selbst als begeisterter Fan, in den Stunden gerne vom KAC erzählte. Mit Spielerlegende Josef „Sepp“ Puschnig (Hall of Fame Mitglied), der immer wieder in Hermagor unterwegs war, war die Club und Spielerpaarung für Platzer perfekt. Stürmerlegende Puschnig hat deswegen bei Robert Platzer einen ganz besonderen Platz im „Keller-Stadion“ und ist in Form einer Wandmalerei von Susi Enzi stilvoll verewigt.

Weg zum eigenen Stadion
Angefangen hat alles im Zuge einer Umsiedel-Aktion von Klagenfurt nach Untervellach am Presseggersee und der Frage: wohin mit den ganzen Fanartikeln? „Meine Frau gab mir zu verstehen, dass im Wohnzimmer kein „Platz“ für meine Sammlung sei, deswegen musste ich mir etwas einfallen lassen“, erzählt Platzer schmunzelnd. Das Ergebnis war dann nicht einfach nur ein „Fanraum“ sondern die Realisierung eines eigenen „Mini-Stadions“ im privaten Keller. Die Idee war geboren, dann ging es an die Umsetzung.

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Vom Papier in die Realität
Nach ungenügenden eigenen Überlegungen war klar – ein Profi muss kontaktiert werden. Platzer: „Ich war mit meinen Entwürfen selbst hinten und vorne nicht zufrieden.“ Getreu dem Motto: Gleich zum Schmied und nicht zum „Schmiedl“ kontaktierte Platzer den Architekten Harald Omansiek, der die geplante Heidi-Horten KAC-Arena für Klagenfurt entworfen hatte. Architekt Omansiek war von der Idee gleich begeistert und machte sich nach einer Besichtigung sofort an den Entwurf.

Wie Eis
Die Bauleitung wurde von Dip. Ing. Günther Kraker übernommen. Durch den Architekten wurde auch der Kontakt zur Firma „Like-Ice“ hergestellt, die den Spezialboden für das „Keller-Stadion“ anfertigten, auf dem mit echten Eislaufschuhen gefahren werden kann. Die Böden von „Like-Ice“ werden überall dort verbaut wo sich kein Eis verwirklichen lässt wie in Einkaufszentren, Trainingshallen diverser Eishockeyclubs oder auch in der „Mall of the Emirates“ in Dubai.

Besonderheiten
Zudem wurde hier zum ersten Mal eine großflächige Bedruckung mit Logos realisiert. Anspielpunkte, KAC-Logo, rote und blaue Linien, sowie der Torraum sind auf dem Boden vorhanden. Die Banden mit Beleuchtung sowie Vitrinen, Garderobe und Sitzgarnitur wurden von der Tischlerei Haller in Nötsch angefertigt. Die Bedruckung der Banden mit den Sponsor-Logos wurde von der Firma Allround Druck von Herbert Lesiak in Klagenfurt durchgeführt. Die Glaseingangstüre, mit zwei Originalschlägern als Griffe von KAC-Kapitän Manuel Geier, wurde von Hannes Biedermann vom KAC zur Verfügung gestellt und der Firma Strussnig umgesetzt. Ein absolutes Highlight ist ein echtes Hockeytor von der Firma AST aus Tirol, das beim KAC vs. VSV Derby bei der „Winterklassik“ 2015 in Klagenfurt zum Einsatz kam. Die Bauzeit betrug bis jetzt ca. zwei Jahre, doch ein paar Kleinigkeiten sollen noch dazukommen. „Derzeit denke ich über die Umsetzung eines Würstelstands nach“, resümiert Platzer schmunzelnd.

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