Stellvertretend für einige tolle Kinderprojekte im Bezirk Spittal stellen wir das Projekt „English 4 Kids“ aus Döbriach und die Bemühungen um eine Nachmittagsbetreuung für Kindergartenkinder in Stall im Mölltal vor.

Die elternverwaltete Kindergruppe Frösche in Döbriach gibt es seit mittlerweile 25 Jahren. Maximal 15 Kinder werden aufgenommen und stets von zwei Pädagoginnen betreut. Die Leitung der Gruppe hat Michaela Schmölzer über. „Die englische Sprache fließt tagtäglich in unseren Kindergruppenalltag ein. Wir betreuen hier drei bis sechsjährige Kinder. In diesem Alter nehmen sie alles auf wie ein Schwamm“, freut sich die Pädagogin. Ihre Kollegin Christa Benigni ergänzt: „Wir erhalten ein tolles Feedback von den Eltern. Sie merken, dass die Kinder auch privat ihre Englischkenntnisse einbringen.“

Gefördert.
Das Projekt mit dem Titel „Englisch 4 Kids“ wurde über die Lokale Arbeitsgemeinschaft „Nockregion-Oberkärnten“ mit EU-Geldern gefördert. Regionalmanagerin Christine Sitter: „Über die Förderung konnten Lernmaterialien wie Bücher, Spiele und CD‘s angeschafft werden. Es wurden also die Grundlagen geschafft, damit hier auch in Zukunft erfolgreich englisch unterrichtet werden kann.“ Das ist freilich auch das Ziel. Das offizielle EU- Projekt läuft per Dezember zwar aus. „Wir werden aber natürlich weiter englisch sprechen. Jetzt eben mit Hilfe toller Unterrichtsmaterialien“, freuen sich die Pädagoginnen.

Ganztagsbetreuung.
Ebenso EU-gefördert ist ein Kinderbetreuungsprojekt in Stall im Mölltal. Im örtlichen Kindergarten werden wöchentlich zwei Stunden Nachmittagsbetreuung angeboten. Im Schnitt werden hier bis zu 20 Kinder betreut. Gunter Marwieser, seines Zeichens Regionalmanager der Region „Großglockner/Mölltal-Oberdrautal: „Die gegebenen Betreuungszeiten erweisen sich vor allem für berufstätige Eltern als ungünstig, das eine Vollbeschäftigung mit den zurzeit angebotenen Öffnungszeiten nicht oder nur schwer möglich ist. Vielfach sind vor allem Frauen gezwungen lediglich einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen oder auf eine Beschäftigung überhaupt zu verzichten, da eine adäquate Versorgung der Kinder nicht gegeben ist.“

Zwei Gruppen.
Schlechte Kaufkraft, Frauenarbeitslosigkeit und Altersarmut sind in dieser strukturschwachen Region die Konsequenz. Um diese Situation zu verbessern, soll im Zuge der Sanierung des Volksschulgebäudes, der Kindergarten im Erdgeschoß integriert und Volksschule und Kindergarten als Bildungszentrum zusammengeführt werden. Marwieser: „Die Baumaßnahmen erstrecken sich auf zwei Räume und es sollen zwei Gruppen mit je 25 Kindern am Vormittag und eine Nachmittagsbetreuung für bis zu 50 Kindern an drei bis vier Wochentagen eingerichtet werden.“ Weiters soll durch das Projekt auch das Gemeindeleben gestärkt und der Abwanderung in Ballungszentren entgegengewirkt werden.