Auf Entdeckungstour im Labyrinth in Krenobitsch zwischen drei Meter hohen Pflanzen und Holzschnitzkunst: Das Elefantengras von Andreas Riepl ist im Winter natürliches Heizmaterial und im Sommer Unterhaltung im Freien.

„Familien sind oft mehrere Stunden hier und es ist eine Freude zu sehen, mit was für Eifer die Kinder im Labyrinth unterwegs sind“, erzählt Andreas Riepl lachend. Auf seinem ca. einen Hektar großen Elefantengras-Feld in Krenobitsch bei Völkermarkt hat der Landwirt ein Labyrinth gebaut. Die „mehreren Stunden“ Aufenthalt liegen aber nicht am Verirren im Irrgarten, sondern an der Rast- und Spieloase am Ziel in der Mitte. Aber alles der Reihe nach.

Drei Meter hoch
Vor sechs Jahren hat Andreas Riepl begonnen, Elefantengras („Chinaschilf“) anzupflanzen – als umweltfreundliches Hackschnitzel-Heizmaterial. Geerntet wird das Elefantengras jedes Jahr im April und im Juli haben die stattlichen Pflanzen bereits wieder ihre Höhe von etwa drei Metern erreicht. „Im Herbst blüht es violett“, ergänzt Riepl. Die perfekten Bedingungen für ein Labyrinth. Gedacht, getan und heuer am 1. Juli ist Andreas Riepls „Labyrinth im Elefantengras“ bereits in die dritte Saison gestartet. „Im Elefantengras ist mein Labyrinth das einzige seiner Art in Österreich“, so Riepl.

Holzfiguren mit Quiz
Jedes Jahr neu – und zahlmäßig immer mehr – sind die handgeschnitzten Holzfiguren, die die Entdecker begleiten und in den Sackgassen auf sie warten. „Meine Frau Christine hatte die Idee zu einem Quiz-Parcours, den sie auch betreut“, erzählt Riepl. Kleine Besucher bekommen beim Start einen Fragebogen und finden dazu bei fünf der Figuren Quizfragen. Der ausgefüllte Bogen kommt im Ziel in eine „Schatzkiste“, aus der beim Saisonabschluss ein Gewinner gezogen wird: „Der Gewinner aus der Schatzkiste sowie ein zweiter, unter den Besuchern des Abschlussfestes vor Ort, bekommen eine Wunschfigur geschnitzt“, erklärt der Landwirt.

Schnitzen statt verheizen
Mit dem Schnitzen hat Andreas Riepl vor rund fünf Jahren begonnen: „Das hat sich parallel mit dem Labyrinth immer weiter entwickelt“, erzählt er. „Mittlerweile erhalte ich auch Holz von Leuten, das für den Häcksler zu groß ist – schönes Holz, das ein zweites Leben als Figur bekommt, statt als Brennmaterial zu enden. Ich verwende verschiedenstes – Linde, Kirsche, Nuss – jedes Holz ist anders.“

Öffnungszeiten & Schauschnitzen
Geöffnet ist das Labyrinth bis 17. September täglich von 9 bis 20 Uhr, donnerstags um 10 Uhr und samstags um 14 Uhr gibt es ein Schauschnitzen mit der Motorsäge.
Ab 18. September ist Besuch nach telefonischer Voranmeldung möglich: 0664/3518865.
Infos: www.facebook.com/labyrinthimelefantengras

Foto oben: Landwirt Andreas Riepl in seinem Labyrinth im Elefantengras in Krenobitsch
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