Erste offizielle Pläne für das Hotel Moser Verdino: 120 Betten sollen in einem 4-Sterne-Betrieb entstehen. Eine Skybar im fünften Stock über den Dächern der Hauptstadt mit Blick auf Karawanken und Co. ist eines der Highlights.

Mit einer Entschuldigung starteten Martin Pernthaner und Karl Georg Eisner von Lilihill die Pressekonferenz zum Hotel Moser Verdino am 24. Jänner 2018 in Klagenfurt. Aber nicht weil Investor und Alleineigentümer Franz Peter Orasch seit Monaten auf Medienanfragen nicht reagiert, sondern weil es auf der Baustelle im ehemaligen Hotel Moser Verdino im Seminarraum einfach eiskalt war. „Daran haben wir nicht gedacht,“ sagten Pernthaner (Geschäftsführer Lilihill Capital Group) und Eisner (Geschäftsführer Lilihill Real Estate) bei der ersten offiziellen Projektpräsentation von eines von mehreren Lilihill-Projekten.

„Charme bleibt erhalten“
„Wir entwickeln das Haus zu einem modernen Hotel mit 120 Zimmern“, sagt Eisner. Zum Hotelbetreiber äußern sich Pernthaner und Eisner nicht. Es handelt sich um einen europäischen Hotelbetreiber, der sich „in den nächsten Tagen an die Öffentlichkeit wenden wird“. Beide versichern, dass der Charme des Gebäudes erhalten bleibt. So wird bei dem Umbau, bei dem Lilihill 20 Millionen Euro investieren will, die Fassadenfarbe unverändert bleiben. Pernthaner: „Wir sind uns der markanten Architektur dieses Hauses bewusst und wollen die Tradition des Hauses weiterführen.“ Die Fassade soll kaum geändert werden. 60 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. „Bei den Umbauarbeiten greifen wir auf heimische Firmen zurück“, sagt Eisner. Über weitere Finanzierungspartner äußert sich die Lilihill-Gruppe nicht.

Ausblick kann sich sehen lassen
Ein neuer markanter Treffpunkt wird wohl eine Skybar im fünften Stock des Moser Verdino. Bei einem Lokalaugenschein sind sich die anwesenden Presseleute einig: Die Aussicht ist grandios. Das wird ein Highlight der Klagenfurter Gastronomie.

Weitere Lilihill-Pläne in Klagenfurt
Zu den weiteren Projekten äußern sich die beiden nur spärlich. „Die Innenstadtentwicklung ist mit längerer Planung verbunden. Die Häuser haben ihre technischen Eigenheiten. Beim Salzamt warten wir z.B. das Behördenverfahren ab. Für das Projekt am Viktringer Ring gibt es einen Abbruchbescheid. Beim Heiligen Geist Platz ist z.B. noch die Gestaltung des Vorplatzes offen.“ Über Klagenfurt verliert Lilihill, die noch in Graz und Wien in „Projektentwicklung in besten Lagen mit Ertragssteigerung investieren“, nur gute Worte. Pernthaner: „Klagenfurt hat ein überdurchschnittliches Kaufkraftniveau, besser als in manch anderen Hauptstädten. Die Bevölkerung wächst. Und wenn es andere Experten auch nicht so sehen, sind wir überzeugt, dass Kärnten über solide Wirtschaftsdaten verfügt. Zudem ist die Forschungs- und Innovationsquote hoch. Das Angebot an modernen Shoppingmöglichkeiten ist jedoch gering. Der Wandel im Handel ist in den letzten Jahren teilweise verschlafen worden. Wir wollen zu einer lebendigen Innenstadt beitragen.“

Karl Georg Eisner (Geschäftsführer Lilihill Real Estate)  und Martin Pernthaner (Geschäftsführer Lilihill Capital Group) auf dem Dach des Hotel Moser Verdino, wo die Skybar entstehen soll

© KRM 

So sieht das Moser Verdino heute aus

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So soll das Moser Verdino nach dem Umbau aussehen. Links, wo sich die Generali Versicherung befand, ist auf dieser Visualisierung auch ein Hotelbereich zu sehen

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