Bereits im August eröffnet der Lebensmittel-Riese Spar in Föderlach ein IT-Kompetenzzentrum für 37 Mitarbeiter. Zweigstellen in Ungarn, Slowenien, Italien, Kroatien und Österreich werden künftig von Wernberg aus betreut. Mit Link zur Stellenausschreibung am Ende des Beitrages.

„Lange habe man gesucht, doch Wernberg hätte sich als idealer Standort entpuppt“, hört man von den Spar-Verantwortlichen.

Pro Wernberg
Die Gründe, die für Kärnten und schließlich Wernberg als Standort gesprochen haben: Zum einen die stete Expansion des Lebensmittel-Konzerns. Aktuell im Blickfeld steht etwa Italien, wo seitens Spar kräftig investiert wird (siehe unten). Von Wernberg aus ist man schnell in Italien, aber auch in Ländern wie Slowenien und Kroatien. „Wernberg ist nicht nur im Herzen Kärntens, sondern auch im Herzen unseres Spar-Konzernes“, so Spar-Geschäftsführer Paul Bacher. Zudem kann vor Ort relativ kostengünstig auf einem bestehenden Standort erweitert werden. Tann-Betriebsleiter Stefan Wolf: „Aufgrund unserer vorausschauenden Architektur ist es uns möglich, das bestehende Tann-Werk um einen Zubau zu erweitern, der groß genug ist, um moderne Arbeitsplätze für die rund 40 IT-Spezialisten zu schaffen.“ Ein weiteres Argument für Kärnten war ein großes Reservoir an verfügbaren Fachkräften. Paul Bacher: „Kärnten verfügt über eine Vielzahl an Top-Ausbildungsstätten im IT-Sektor, aber nur über eine begrenzte Zahl an interessanten Jobs.“ Dem Vernehmen nach wäre es etwa in Salzburg, dort hat der Spar-Konzern seinen Sitz, schwerer gewesen, entsprechendes IT-Personal zu rekrutieren.

37 Arbeitsplätze
Die Stellen, es sind genau 37, sind bereits ausgeschrieben, teils auch schon besetzt. Gesucht werden „IT Produktbetreuer im Application Service – Digital Business“. Eine der Anforderungen ist eine abgeschlossene Ausbildung im IT-Bereich. Aktuell werden die bereits eingestellten Mitarbeiter im Villacher Technologiepark auf ihre Aufgaben vorbereitet. Für den Wernberger Bürgermeister Franz Zwölbar ist der Tann-Ausbau ein Beweis dafür, dass man auch in Zeiten des sogenannten „Brain Drains“, also der Abwanderung von jungen, qualifizierten Menschen in Richtung Großstadt, im ländlichen Bereich reüssieren könne. „Das geht natürlich nur, wenn man sich entsprechend einsetzt. Mein Dank für die aktuelle Ansiedelung geht an Stefan Wolf, das Projekt ist seine Vision.“

Tann in Föderlach
Vor fünf Jahren wurden rund zehn Millionen Euro in den Zubau einer neuen Halle investiert. Zusammen mit den nun einzustellenden IT-Fachkräften werden rund 300 Mitarbeiter in Föderlach beschäftigt sein. Tann ist der größte Arbeitgeber in Wernberg. Insgesamt gibt es in Österreich sechs Tann-Fleischwerke.

Expansion nach Italien
Spar betreibt in den vier Nachbarländern Italien, Ungarn, Slowenien und Kroatien 1.206 Spar- und Eurospar-Märkte und 102 Interspar-Hypermärkte. Insgesamt erzielten die Landesorganisationen 2017 einen Gesamtumsatz von 5,36 Milliarden Euro. Im von Spar bearbeiteten Gebiet in Norditalien gibt es derzeit 534 De-Spar- und Eurospar-Märkte und 37 Interspar-Hypermärkte. 2018 wurde mit dem Bau eines neuen Distributionszentrums in der Nähe von Padua begonnen.

Joblink
https://www.spar.at/karriere/jobboerse/it-informationstechnologie/aics420do-2018-011870

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