Die gebürtigen Vorarlberger Manuela und Dietmar Graf-Lumassegger aus Wabelsdorf haben sich vor vier Jahren ganz auf einen scheuen Laufvogel – die Wachtel – spezialisiert.

Früh morgens am Wachtelhof in Wabelsdorf: Dietmar Graf-Lumassegger hat gerade eine kleine Schachtel mit Wachteleiern gefüllt. „Wachteln legen – im Gegensatz zu Hühnern – ihre Eier nicht in ein Nest. Die Eisuche ist immer spannend“, lacht Graf-Lumassegger. Auf die Wachtel ist die vierköpfige Familie, die sich vor vier Jahren entschieden hat, von Lustenau nach Wabelsdorf zu ziehen, durch Zufall gekommen. „Ich hatte Probleme mit Cholesterin und habe eine Alternative gesucht“, sagt Graf-Lumassegger.

Oregano statt Medikamente
Aus dem „Hobby“ Wachtelzucht ist ein Gewerbe entstanden. Mehr als 400 Wachteln flitzen in den Ställen des Hofes in Wabelsdorf. „Bei der Haltung achten wir darauf, dass sie artgerecht ist. Die Wachteln bekommen ausschließlich Bio-Futter“, sagt Graf-Lumassegger. Um Würmern vorzubeugen, bekommen die flinken Laufvögel einmal die Woche einen Schuss Essig ins Wasser. „Durch die Zugabe von Oregano wird die Magen-Darm-Flora gestärkt“, sagt der gebürtige Vorarlberger.

Vertrauen in Region
Der Wachtelhof befindet sich direkt an der Packer Bundesstraße – auf Höhe des Gasthauses „Bettlerklause“. Dort können sich Wachtelfans 24 Stunden am Tag am SB-Automaten mit Wachtelspezialitäten versorgen. Frische Wachteleier, in Essig eingelegte Wachteleier, Wachteleier-Likör in den Geschmacksrichtungen Mokka/Schokolade, Kürbiskernöl mit Zimt, Johannisbeere und Himbeere werden auf regionalen Märkten wie z.B. in Poggersdorf und Grafenstein feilgeboten. Am Waidmannsdorfer Bauernmarkt bietet der Tainacher Ziegenhof Luger die Wachtelspezialitäten an.

Am SB-Schrank in Wabelsdorf kann man sich an 365 Tagen im Jahr mit Wachtelspezialitäten eindecken

Fotos: © KRM