Für viele ist der Kirchtag der Höhepunkt des Villacher Sommers. Für die treuen vierbeinigen Begleiter ist der Trubel aber eine reine Qual. Hunde gehören nicht auf das Kirchtagsgelände, betont Hannes Mattersdorfer vom Kärntner Tierschutzverein Villach.

Es ist laut, es ist eng und es ist heiß – dies sind Dinge, die Menschen im Laufe der Brauchtumswoche gerne tolerieren. Für die mitgebrachten Hunde ist dieses Szenarium aber kein Spaß, betont Hannes Mattersdorfer, Präsident des Kärntner Tierschutzvereins Villach. „Immer wieder stoßen wir auf dem großen Kirchtagsgelände auf treue Vierbeiner, die unter den Stühlen ohne Wasser stundenlang ausharren müssen, während ihre Besitzer bei bester Laune die frohe Geselligkeit genießen und das Bier in ihre ausgetrockneten Kehlen zischen lassen. Auch der Weg durch das bunte Treiben ist für die Tiere alles andere als lustig, denn immer wieder treten unachtsame Besucher den ohnehin durch den Lärm verängstigten Hunden auf ihre Pfoten und merken oft nicht einmal etwas davon“, so Mattersdorfer.

Verletzungen. Zudem ist der Asphalt tagsüber extrem heiß. Mattersdorfer: „Viel schlimmer jedoch wirken sich die Scherben aus, die verständlicherweise ein Fest dieser Dimension mit sich bringt. Wir wissen, dass die Tierbesitzer in der Kirchtagswoche ihre Vierbeiner vermehrt mit Schnittverletzungen an den Pfoten zu den Tierärzten bringen. Deshalb unser Appell: Bitte nehmen Sie Ihre Tiere nicht mit, wenn Sie mit Ihren Freunden
die Brauchtumswoche und den Kirchtag genießen möchten! Könnten die Vierbeiner selbst wählen, würden sie gerne zu Hause bleiben. So wird dieses schöne Fest nicht nur für Sie Jahr für Jahr ein unvergleichlicher Höhepunkt, sondern auch für Ihren treuen Freund, den Sie anschließend wieder unversehrt in die Armen nehmen können.“

 

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