Schaukäsere Kaslab’n in Radenthein erhält Holzbaupreis von Pro Holz und ist nominiert für den Landesbaupreis.

„Je mehr wir auf Regionalität setzen, desto mehr Geld bleibt im Land und desto eher sichern und schaffen wir Arbeitsplätze, Einkommen und Kaufkraft. Die Kaslab’n in den Nockbergen sind das beste Beispiel dafür. Sie leben Regionalität“, sagt LR Christian Benger anlässlich der Verleihung des Holzbaupreises Kärnten 2017, eine Veranstaltung von Pro Holz und dem Architekturhaus Kärnten diese Woche. Nicht zu verwechseln mit dem Landesbaupreis, der im Dezember vergeben wird. Aber auch für diesen ist die Bioheumilch-Käserei Kaslab’n mit ihrer Halle in Holzbauweise unter 19 weiteren nominiert.

Regionalität
„Die Kaslab’n sorgen in der Lebensmittelproduktion für Regionalität, sichern Einkommen bei den Produzenten und liefern beste Qualität an die Konsumenten. Und die Kaslab’n habe die Regionalität auch beim Bau der Käserei hoch gehalten und auf heimisches Holz gesetzt“, weist Benger hin. Mit Beispielen wie diesen werde aber nicht nur die Regionalität gestärkt, es sei auch ein sichtbares Zeichen für die heimische Holzwirtschaft. „Holz am Bau hält den Wirtschaftsmotor im eigenen Land am Laufen“, ist Benger überzeugt.

Neues Gesicht
Pro Holz hat für die Verleihung des diesjährigen Holzbaupreises Bauten gesucht, in denen vorrangig heimisches Holz auf innovative und zeitgemäße Art unter Ausnützung seiner konstruktiven und ökologischen Vorzüge eingesetzt wird. Teilnahmeberechtigt waren auch heuer Architekten und Planer, Bauherren und ausführende Holzbau- und Tischlereibetriebe. 5.000 Euro Preisgeld wurden von der KELAG zur Verfügung gestellt. „Hier haben sich Bauherren, Architekten und Planer gefunden, die der Regionalität ein neues Gesicht geben. Diese Auszeichnungen sind wichtig, damit wir die Projekte auch vor den Vorhang holen“, bekräftigt Benger.

Großartiger Betrieb
Die Kaslab’n verarbeitet die Milch von mittlerweile 20 Bio-Betrieben. Alle 2 Tage werden rund 6.000 Liter Ziegen- und Kuhmilch in der Molkerei zu Berg- und Schnittkäse verarbeitet, die übrig gebliebene Molke geht zurück an die Betriebe als Futter für Schweine und Jungvieh. Das Holz aus den Nockbergen wurde für den Bau der Molkerei verwendet.

© KK