In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Einsätze der Wasserrettung Längsee an. 2017 gab es elf große Einsätze und einen Notfall mit einer vermissten Person. Die freiwilligen Wasserretter leisten 700 Stunden bei der Überwachung des Badebetriebs.

Seit elf Jahren besteht die Wasserrettung am Längsee in St. Georgen. Stefan Petrasko ist seit heuer neuer Einsatzstellenleiter und begann seine Wasserretter-Karriere bereits, als er 14 Jahre alt war. Der neue Vorstand setzt sich aus jungen Mitgliedern zusammen. „Wir haben Ausbildungen in den verschiedensten Bereichen wie z.B. den Fließwasserretter oder den Bootsführer und bieten auch Schwimmkurse an. Natürlich haben wir alle erweiterte Erste-Hilfe-Kurse besucht, um optimal helfen zu können“, so Schriftführer-Stellvertreter Thomas Sablattnig. Die Wasserretter werden auch immer öfter gebraucht, das zeigen die Statistiken. Sablattnig: „Voriges Jahr hatten wir um knapp die Hälfte mehr schwere Einsätze als 2016. Auch ein Notfall, bei dem es um eine vermisste Person im Längsee ging, wurde verzeichnet. Unser aktives Team mit 42 Mitgliedern überwacht insgesamt 700 Stunden an den Wochenenden den Badebetrieb.“

Notfall – was tun?
„Sollte man beim Baden einen Menschen in Not sehen, unbedingt sofort nach Hilfe rufen und die Wasserretter holen sowie Erste Hilfe leisten. Ein Notruf mit der Nummer 130 geht direkt an die Landesalarm- und warnzentrale, diese verständigt die Wasserretter per Nachricht. Danach werden die weiterführenden Maßnahmen von der Wasserrettung gesetzt“, erklärt Thomas.

12 Medaillen geholt.
Auch für die Wasserrettung gibt es Bundesmeisterschaften. Hier konnte ein weibliches und ein männliches Team antreten und für die Einsatzstelle Längsee gleich 12 Medaillen mit nach Hause nehmen. Gewonnen wurden vier Gold-Medaillen, zwei Silber-Medaillen und sechs Bronze-Medaillen. „Die Bundesmeisterschaft war sehr erfolgreich für uns. Unsere Teams zeigten Höchstleistungen“, erzählt Thomas. Aber auch im Winter halten die Wasserretter nicht still, sondern trainieren im St. Veiter Hallenbad oder besuchen Ausbildungen. Sablattnig: „Insgesamt leisteten wir 370 Stunden an Training und Kursen über den Winter. Wir machen alles auf ehrenamtlicher Basis!“

Kommende Veranstaltungen.
Auch Veranstaltungen werden vom engagierten Team der Wasserrettung Längsee organisiert. So gibt es am Samstag, den 28. Juli, die Längseeüberquerung, bei der Groß und Klein mitmachen kann. „Die jüngste Starterin war damals fünf Jahre jung und der älteste über achtzig. Bei der Längseeüberquerung kann wirklich jeder mitmachen“, so Thomas. Um 13 Uhr fällt hier der Startschuss für die Schwimmer. Ein weiterer Fixpunkt der Wasserretter ist das Längseefest am 14. August mit einer Grillerei ab Mittag und einem tollen Kinderprogramm sowie Live-Musik. Als Highlight wird es am Abend die Lichterfahrt mit zahlreichen Booten sowie ein Feuerwerk geben. „Wir freuen uns, zahlreiche Besucher bei unseren Events begrüßen zu dürfen“, schließt Sablattnig.

Thomas Sablattnig und Markus Vizral von der Wasserrettung

Die Bergung einer verletzten Person im Wasser

Hauptfoto © C. Trampitsch; Bergungsfoto © Wasserrettung Längsee; Personenfoto © KRM