Die Ausbildung zum Hotel- und Gastgewerbeassistenten (HGA) dauert drei Jahre. Empfang der Gäste und Planungen im Computer gehören ebenso dazu wie Service und Präsentation von Speisen und Getränken.

„Mich freut der Umgang mit den Menschen, ich bin mit Gästen aufgewachsen“, sagt Robert Steindorfer. Der 16-Jährige hat Anfang Mai mit der Lehre zum Hotel- und Gastgewerbeassistenten (HGA) bei Silvia Pukart im See- und Genusshotel Silvia am Klopeiner See begonnen. Er freut sich darauf, alles Neue in seinem Beruf zu erlernen, Getränke- und Tellerservice hat er bereits fleißig geübt. „Hotel- und Gastgewerbeassistenten lernen das gesamte Handwerk für die Hotellerie“, erklärt Silvia Pukart. „Die Ausbildung erfolgt im Büro und im Service. HGA kennen sich an der Rezeption aus, z.B. beim Gäste-Check-in, können mit den Hotelprogrammen am Computer umgehen, fertigen Sitzpläne an, treffen Vorbereitungen für die Küche – Reservierungen sind z.B. wichtig für die Wareneinkäufe der Köche“, gibt Pukart einen kurzen Überblick.

Genau und charmant
Drei Jahre dauert die Lehrzeit zum HGA. „Es ist leider sehr schwer, gute Fachkräfte zu bekommen. Deshalb ist es uns wichtig, sie selbst auszubilden“, sagt Pukart. „Junge Menschen bringen auch junge Frische in den Betrieb. Wir würden gerne mehr Lehrlinge aufnehmen.“ Zu den Voraussetzungen gehören u.a. gute Umgangsformen und Auftreten, Genauigkeit, Teamfähigkeit. „Das Gastgewerbe muss man lieben“, weiß Pukart. „Aber es bietet abwechslungsreiche Berufe und viele Chancen. Ein Kellner muss mit Charme auftreten, Empfehlungen abgeben und die Speisen präsentieren. Hier gibt es sehr viel Potenzial, Regionales anzubieten: Die Gäste wollen wissen, woher die Produkte kommen und was dahinter steckt – es macht Freude, das auch richtig zu präsentieren.“

Vielfältig und kreativ
Im Restaurant Silvia wird auf Regionalität Wert gelegt: „Wir pflegen noch eine richtige ,Kochkultur’, die leider schon häufig verloren gegangen ist“, so Pukart. Küchenchef Martin Kampel setzt die „alte Kochschule“ um und gibt diese auch weiter – z.B. an Lehrling Alexander Bernik, er ist bald im zweiten Lehrjahr als Koch. Auch in der Küche braucht man einen Rundumblick, von der Auswahl der Produkte bis zur Kalkulation, man muss sauber und genau arbeiten. „Ich habe oft mit meinem Bruder zusammen gekocht und Kochshows angeschaut“, erzählt der 16-jährige Bleiburger Alexander. Er ist ist sehr zufrieden mit seiner Berufswahl: „Es macht Spaß! Am besten gefällt mir, dass man selbst etwas herstellen, kreativ sein und die Speisen schön anrichten kann.“ Die Berufsschule besuchen die künftigen Gastronomie-Experten in Villach.

Am Foto oben: HGA-Lehrling Robert Steindorfer mit Chefin Silvia Pukart im Restaurant des See- und Genusshotels Silvia
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Verschiedene Infos zu Lehrberufen und Möglichkeiten zu einer Lehre gibt’s auch auf www.lehre.ktn.gv.at

Küchenchef Alexander Kampel gibt sein Wissen an Lehrling Alexander Bernik weiter
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