Gemeinsam mit der nonconform-Ideenwerkstatt gestalten ortsansässige Bürger, Unternehmer und Stadträte ein „neues“ Althofen bzw. ein neues Konzept für die Innenstadt. Das Thema „Licht“ steht hier klar im Fokus!

Ende September herrschte in Althofen für einige Tage ein besonderer Ausnahmezustand. Im Zuge einer „etwas anderen“ Bürgerbeteiligung waren alle Einwohner aufgerufen, sich mit Ideen für die Zukunft der Innenstadt aktiv einzubringen. Der Zuspruch war hoch, die Besuche im Ideenbüro vor Ort sehr ergiebig, die Diskussionen bei den einzelnen Workshops intensiv und die Geh-Spräche (Stadtrundgänge mit direkter Diskussion) ein voller Erfolg. Letztendlich bildeten mehr als 1.000 spannende Ideen ein gutes Fundament für die Lösung, die gemeinsam mit dem nonconform-Team ausgearbeitet wurde.

Neues Verkehrskonzept.
Die Ergebnisse mit dem Fokus auf die Innenstadt von Althofen sind vielfältig, sie folgen jedoch alle das Ziel der nachhaltigen Stärkung der Innenstadt. So soll ein neues Verkehrskonzept die Kreuzstraße als Einkaufs- und Wohlfühlstraße aufwerten. Auch eine kluge Parkraumbewirtschaftung steht neben der Attraktivierung von unterschiedlichen Wohnformen in der Innenstadt auf der Zukunftsagenda. Vor allem aber soll der Hauptplatz zu einer Art Begegnungszone mit hoher Aufenthaltsqualität werden. „Wir haben gemeinsam auch viel um den Park vor der Neuen Mittelschule getüftelt. Dieser soll, so die Meinung der Bürger, in Zukunft auch Hauptplatz heißen. Durch mehrere kleinere und unterschiedlich genutzte Pavillons wird der Platz lebendig bespielt werden“, so Althofens Bürgermeister Alexander Benedikt.

Stadtraum stark anvisiert.
Was wäre eine innovative Arbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern, wenn es nicht auch Platz für Visionen der anderen Art gäbe. „Im Rahmen der Ideenwerkstatt stellte sich heraus, dass Althofen einen wichtigeren Platz auf der Landkarte der besonderen Orte haben müsste. Das ist dem wegweisenden Erfinder Carl Auer von Welsbach zu verdanken. Er hat von Althofen aus die Welt hell gemacht und Industrieweltgeschichte geschrieben und somit die Stadt maßgeblich geprägt“, so Stadtrat Wolfgang Leitner. Aber nicht nur die Erfindung des elektrischen Lichts ist seine Leistung, auch die Erfindung des Feuerzeugs und vieles mehr. Seine Erfindungen werden in Zukunft ein wesentlicher Motor der gesamten Positionierung von Althofen und der Aufwertung der Innenstadt sein. So soll das Thema „Licht in allen seinen Facetten“ viel intensiver als bisher im gesamten Stadtraum sicht- und erlebbar werden.

Große Pläne.
Als Dreh- und Angelpunkt für diese Aktivitäten soll ein sogenanntes Ilumineum entstehen: Eine einzigartige „Welt des Lichts, wo die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft des Lichts lustvoll und spielerisch erlebbar sind“. Durch diese neue Ausrichtung und die vielen dazugehörigen Umsetzungsmaßnahmen wird sich Althofen bis zum Jahr 2029, dem 100. Todestag Auer von Welsbachs, zur Europäischen Stadt des Lichts entwickeln.

Stefan Spindler, nonconform

Die bildliche Darstellung Althofens im Kultursaal

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