Keine Verletzten, Firmengebäude komplett ausgebrannt. Bereich Friedensbrücke wohl den ganzen Tag gesperrt.

Sämtliche Feuerwehren Villachs, dazu noch weitere Feuerwehren aus dem Bezirk Villach Land, sowie die Drehleitern aus Arnoldstein, St. Veit und Spittal sind aktuell in Villach im Einsatz. Die Firmenhallen der Firma 3M fingen in der Nacht Feuer. Laut verschiedenen gleich lautenden Aussagen schien der Brand bereits unter Kontrolle, ehe eine große Explosion den Großbrand auslöste. Bezirksfeuerwehrkommandant Andreas Stroitz: „Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude konnte verhindert werden. Die Löscharbeiten werden den ganzen Tag dauern.“

Historisches Ausmaß
Seit dem Brand des Villacher Parkhotels (18. Dezember 1997, Anm.) hat es für die Villacher Wehren einen derartig großen Brandeinsatz nicht mehr gegeben. Stroitz: „Von der Einsatzstärke kann man in den letzten Jahren nur das Hagelunwetter als Vergleich heranziehen.“

Verkehrsbehinderungen
Für Autofahrer gilt: Heute ist der Bereich um die Friedensbrücke zu meiden, bzw. ist der entsprechende Abschnitt für den Verkehr sowieso gesperrt.

Schicksal von 360 Mitarbeitern ungewiss
Gleichwohl das Feuerdrama zum Glück keine Verletzten forderte, ist die Zukunft von 360 Mitarbeitern der Firma 3M am Standort Villach durch die vollkommene Zerstörung der Produktionshallen ungewiss. Bis Donnerstag wurde die Belegschaft in bezahlten Urlaub geschickt. Aktuell befindet sich eine Firmen-Abordnung aus Wien, Deutschland und den USA auf dem Weg nach Villach um das Schadensausmaß zu beurteilen. 3M gilt als Profi für die Herstellung von Schleifwerkzeugen. Weltweit beschäftigt man 88.000 Mitarbeiter.

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