Vor den weitreichenden Folgen der von der Bundesregierung verhängten „Ausgabenbremse“ warnten die KGKK und das Land Kärnten. Neubau in Wolfsberg nicht betroffen.

Der laut Kärntner Gebietskrankenkasse „überfallsartige Regierungsbeschluss zur Ausgabenbremse“ führe zu einer Gefährdung des österreichischen Gesundheitssystems und hätte massive Auswirkungen für Kärnten.

Verschlechterungen befürchtet
„Die geplanten Änderungen führen in Kärnten zu massiven Verschlechterungen und gefährden die Weiterentwicklung und Sicherung der medizinischen Versorgung der Kärntner Bevölkerung. Nicht nur Versicherte, Patientinnen und Patienten, sondern auch Vertragspartner der Kärntner Gebietskrankenkasse und die Kärntner Wirtschaft sind von dieser geplanten Vorgehensweise stark betroffen“, erklärte KGKK-Direktor Johann Lintner in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Land Kärnten. Durch das verordnete Sparprogramm im Ärzte- und Versorgungsbereich werden Bestrebungen hinsichtlich Verbesserung der Qualität, Leistungsausbau, Reduktion von Wartezeiten oder zur Attraktivierung der Allgemeinmedizin, insbesondere der Landmedizin, blockiert.

Baustopp
Der durch das Gesetz vorgesehene Stopp aller anstehenden Bauvorhaben hätte weitreichende Folgen für die KGKK. Die Außenstelle Völkermarkt entspricht nicht den Vorgaben des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes, daher wäre der von der KGKK geplante Neubau dringend erforderlich. Ähnlich gestalte sich die Situation in der Außenstelle in Spittal an der Drau. „Ob die beiden so wichtigen Projekte wie geplant abgewickelt werden können, ist äußerst fraglich“, erklärt Lintner. Immerhin: Keine Auswirkungen hat die Ausgabenbremse laut KGKK auf das im Bau befindliche Gebäude in Wolfsberg: „Hier sollte nichts mehr dazwischenkommen. Wir rechnen mit der planmäßigen Eröffnung Ende 2018“, so GKK-Pressesprecherin Lena Weblacher.

© GKK