Beratung von Kunden, Herstellung von Salben, Betreuung des Lagers, Bestellung von Waren und noch mehr erfordert der vielfältige Lehrberuf Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz (PKA).

Rund 40.000 Packungen sind in der Stadt-Apotheke Völkermarkt auf Lager. „Die Lagerbetreuung ist ein sehr wichtiger Teil, den PKA abdecken“, erklärt Apotheker Johannes Müller. Waren bestellen, Lieferungen kontrollieren, Waren einräumen und präsentieren sowie die monatliche Kontrolle der Ablaufdaten sind ein Teil der Aufgaben von Pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentinnen/Assistenten (kurz: PKA). Sie sind wichtige Mitglieder im Apotheken-Team, die vor allem für Kaufmännisches und Organisatorisches zuständig sind, aber die Apotheker auch bei ihren pharmazeutischen Tätigkeiten unterstützen.

Vielfältig
Vanessa Unterlaß und Kathrin Höffernig beenden gerade ihre PKA-Ausbildung in der Stadt-Apotheke Völkermarkt mit der Lehrabschlussprüfung. Die Lehrzeit dauert drei Jahre, bei Absolventen einer AHS, BHS oder einer mindestens dreijährigen BMS zwei Jahre. Dies ist bei Vanessa Unterlaß der Fall: Sie hat die Matura an der WiMo Klagenfurt absolviert. „Der Bereich Gesundheitswesen hat mich schon in der Schule interessiert“, sagt sie zu ihrer Berufswahl. Kathrin Höffernig verbrachte Berufs-Schnuppertage in der Stadt-Apotheke: „Das hat mir gleich gefallen!“, freut sie sich über die Ausbildung. Sie setzt ihr organisatorisches Talent besonders gerne bei der Lagerbetreuung ein und – ebenso wie Vanessa – arbeitet sie sehr gerne im Bereich Magistrale Zubereitung, also bei der Eigenherstellung von Salben, Tees etc. „Mir gefällt es auch sehr gut, wenn ich die Kunden beraten kann“, fügt Vanessa hinzu.

Fähigkeiten
„Auf sein Gegenüber eingehen, einen Menschen kennenlernen und sich nach dem ersten Eindruck überraschen lassen“, nennt Apotheker Müller wichtige und immer wieder interessante Aspekte des Berufs. „Natürlich gibt es gewisse Standard-Abläufe, die man mit der Zeit automatisch macht – aber auch immer wieder Neues, auf das man sich dann gerne einlassen können muss.“ Seit acht Jahren führt Müller die Stadt-Apotheke, die seit 30 Jahren in Völkermarkt besteht. Worauf er bei Lehrlingen achtet: „Logisches Denken, gute Auffassungsgabe, Lernbereitschaft, Flexibilität – und das Alphabet muss man können, bei der großen Menge an Ware.“ Weitere Voraussetzungen für den PKA-Beruf: Kontaktfreude für den Umgang mit Kunden, Genauigkeit und gutes Zahlengefühl, Freude am praktischen Arbeiten (z.B. Salbenherstellung) sowie Interesse an Biologie und Chemie. Informationen gibt’s auf www.pkainfo.at.

Foto oben: Apotheker Johannes Müller mit den Pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentinnen Vanessa Unterlaß (l.) und Kathrin Höffernig
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Verschiedene Infos zu Lehrberufen und über Möglichkeiten zu einer Lehre finden Sie auch auf www.lehre.ktn.gv.at

Die Produkte sind in langen Regalreihen alphabetisch sortiert, die umfassende Lagerbetreuung ist ein wichtiger Bestandteil des Berufs
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