Auch heuer gibt es wie gewohnt den Gemeindereport im SPITTALER. Welche Neuheiten gibt es in den Gemeinden des Bezirkes Spittal und wie viel wurde investiert?

Den Anfang machen die Gemeinden Malta, Berg im Drautal, Greifenburg, Spittal und Reißeck.

Neues Sporthaus in Malta
Nach der Ausfinanzierung des im Jahr 2017 errichteten Festsaalneubaus hat die Gemeinde Malta in diesem Jahr einiges vor. So wird bei der Sportanlage Malta der alte, bereits in die Jahre gekommene Kabinentrakt abgerissen und ein neues Sporthaus errichtet. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 650.000 Euro.

Renovierung des Pfarrhauses
Im Ortszentrum wird mit Hilfe von LEADER-Geldern der Alte Pfarrhof renoviert werden. „Der Alte Pfarrhof soll in Zukunft Platz für heimische Vereine bieten, er beherbergt bereits jetzt einen Frisörladen und eine Masseurin,“ weiß Bürgermeister Klaus Rüscher. Die Kosten dieses Projekts belaufen sich auf rund 200.000 Euro. „Als e5-Gemeinde wollen wir die gemeindeeigenen Gebäude weiter energetisch verbessern – am Dach des Gemeindeamtsgebäudes soll eine Photovoltaikanlage samt Speichermöglichkeit installiert werden,“ fährt der Bürgermeister fort. Die Kosten dafür werden rund 25.000 Euro betragen. Des Weiteren sollen die Hochwasserschutzmaßnahmen am sogenannten Blasbach fertiggestellt werden. Zudem werden die diversen Unwetterschäden, welche beim Hochwasser im Oktober entstanden sind, behoben, hierzu werden gerade die Kosten erhoben.

Neues Gesundheitszentrum in Greifenburg
Anfang des Jahres wurde das Telekomgebäude gemeinsam mit der Gemeinde Berg um 700.000 Euro angekauft, eine gemeinsame OG gegründet und mit der Verwertung der Liegenschaft begonnen. „Im Tiefparterre bezogen die beiden Bauhöfe der Gemeinden ihre Räumlichkeiten, die notwendigen Adaptierungen erfolgen im Frühjahr 2019, um dementsprechend arbeiten zu können,“ berichtet Bürgermeister Josef Brandner. Das Obergeschoss wurde an das Ingenieurbüro tecSol&more vermietet. Auf circa 400 Quadratmetern soll im Erdgeschoss das Gesundheitszentrum entstehen. Neben den beiden Kassenärzten Dr. Mario Thonhauser und Dr. Wolfgang Danhofer soll der Heilmasseur Günther Neuwirther die Räumlichkeiten beziehen. Bürgermeister Brandner klärt über die Finanzierung auf: Die circa 500.000 Euro an Umbau- und Adaptierungskosten werden von den Gemeinden, den genannten Mietern und Sonderfinanzierungsmitteln des Landes Kärnten aufgebracht.“ Mit diesen Investitionen soll die medizinische Versorgung für die nächsten Jahre sichergestellt sein.

Adaptierungsarbeiten Friedhof
Ebenfalls 2019 umgesetzt werden sollen diverse Adaptierungsarbeiten im Bereich des Friedhofes, die Sanierung einer Mauer, der Bau einer WC-Anlage und die Schaffung von Urnengräbern sind in Planung und sollen 2019 umgesetzt werden, die Kosten belaufen sich auf ca. 150.000 Euro. Zusätzlich wird auch die Beleuchtung entlang der Hauptstraße modernisiert, Kostenpunkt 40.000 Euro.

Neue Herausforderungen
Erneuert wird aufgrund der neuen Herausforderungen, Stichwort doppelte Buchführung, auch die Hard- und Software im Gemeindeamt, die Kosten belaufen sich auf 50.000 Euro. „Als besondere Herausforderung kann auch sicherlich die Adaptierung des Gemeindeamtes bezeichnet werden, zu diesem Zwecke wird eine Arbeitsgruppe mit Personen aus Vereinen, Gastronomie und sonstigen Fachleuten gebildet, um die notwendigen Interessen gebündelt zu berücksichtigen,“ stellt der Bürgermeister von Greifenburg klar. Auch das ewige Thema B100 möchte der Bürgermeister endlich auf Schiene bekommen: „Jahrzehntelange Diskussionen ohne Erfolg können der Bevölkerung nicht mehr zugemutet werden.“

Berg geht auf Nummer sicher
In Berg im Drautal geht man im Jahr 2019 finanziell auf Nummer sicher. Bürgermeister Wolfgang Krenn meint dazu: „Für das Jahr 2019 ist es geplant, Rücklagen im Budget zu bilden, um weiterhin auf finanziell stabilen Füßen zu stehen.“ Fertiggestellt werden soll 2019 außerdem das gemeinsam mit der Gemeinde Greifenburg geplante Ärztekompetenzzentrum.

Spittal setzt Zeichen
Der Voranschlag der Stadtgemeinde Spittal für das Haushaltsjahr 2019 wurde vom Gemeinderat genehmigt und weist ein Gesamtvolumen von 57.887.500 Euro auf. Davon sind wiederum 16.652.900 Euro im außerordentlichen Haushalt für zukunftsweisende Projekte vorgesehen. Davon sind die Schwerpunkte der Wasserleitungs- und Kanalbau mit einem voraussichtlichen Volumen von 9,5 Millionen Euro. 330.000 Euro fließen in den Ankauf eines Feuerwehrautos.

Attraktivierung der Innenstadt
Die Volksschule Ost soll saniert werden, der Neubau des Abfallwirtschaftszentrums und die Attraktivierung der Innenstadt stellen weitere wichtige Maßnahmen für das Jahr 2019 dar. Besonders erfreulich ist es, dass die Stadt weiterhin zahlreiche freiwillige Leistungen und Subventionen an Vereine für deren Tätigkeit leisten kann. Außerdem wird die ganztägige Schulform in den Vordergrund rücken, so werden in den Volksschulen Ost und West insgesamt 220.000 Euro in infrastrukturelle Maßnahmen gesteckt. Das vielfältige Leistungsspektrum der Stadtgemeinde Spittal wird also auch in Zukunft in hoher Qualität für die Spittaler weitergeführt. Der im Gemeinderat beschlossene Konsilidierungspfad wird intensiv weiter verfolgt werden und soll noch mehr finanzielle Spielräume schaffen.

Neue Brücke in Reißeck
„Die sanierungsbedürftige Brücke in Penk wird im Frühjahr ehestmöglich neu gebaut, damit die Bürger wieder einen sicheren Übergang über die Möll haben,“ berichtet der Bürgermeister Kurt Felicetti. Die Brücke findet außerdem als R8 Radweg und als Reiterbrücke Verwendung, der Kostenpunkt für den Neubau beträgt 180.000 Euro.

Straßensanierung
Die Straßen der Gemeinde sollen ebenso saniert werden, dabei handelt es sich um normale Abnützungserscheinungen, die repariert werden, als auch um Unwetterschäden, die beseitigt werden müssen (alte und neue Teuchl Straße). Die Gesamtkosten der Straßenrenovierungsmaß- nahmen belaufen sich auf 630.000 Euro. Die Gappen Straßenbeleuchtung wird auf neueste LED-Technik umgerüstet, Kostenpunkt 70.000 Euro. Bürgermeister Felicetti berichtet über ein weiteres interessantes Projekt: „Interessant ist außerdem das touristische Projekt Teuchl, hier sollen sommer- touristische Wanderwege mit Bergbaustollenzugang und Infotafeln entstehen.“ Die Gesamtkosten belaufen sich auf 75.000 Euro. Das Ortsentwicklungskonzept mit Nahversorger und Alpenadria Trail Center bei der B106 werden weiter vorangetrieben, der Sitzungssaal der Gemeinde wird neu adaptiert und die Breitbandoffensive im Ort vorangetrieben, der Gesamtkostenpunkt für diese drei Vorhaben beträgt 150.000 Euro.

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