Die Gemeinde Hohenthurn ist die einzige Gemeinde im Gailtal, die in den letzten 10 Jahren ein Zuwanderungsplus verzeichnen kann.

Im Gegensatz zu anderen Gailtaler Gemeinden, kann die Gemeinde Hohenthurn ein Plus von 2,5 Prozent an Bevölkerungszuwachs verbuchen und ist somit als einzige Gemeinde nicht von Abwanderung betroffen.

Abwanderungsproblematik
Eine Analyse der beiden „derStandard“-Journalisten Gerald Gartner und Markus Hametner bestätigt die Negativtendenz. Zwischen 2006 und 2016 wurde die Bevölkerungsentwicklung jeder österreichischen Gemeinde unter die Lupe genommen. Negative Spitzenreiter im Gailtal in der 10-Jahresanalyse sind die Gemeinde Bad Bleiberg mit -10,4% Prozent und die Gemeinde Lesachtal mit -8,5 Prozent. Gründe dafür sind vor allem fehlende Infrastruktur und Arbeitsplätze. Gemeinden in Tourismusregionen konnten in der Analyse ihre Zahlen noch eher halten.

Gemeinde gut aufgestellt
Das Zuwanderungsplus von 2,5 Prozent in den letzten 10 Jahren ist vor allem auf die gute wirtschaftliche Verfassung der Gemeinde zurückzuführen. Bürgermeister Florian Tschinderle: „Wir haben wirtschaftlich gut aufgestellte Betriebe wie die Firma „Bogensberger“, die russische Firma „Krafttool“, den Sauna-Club „Wellcum“, die „Seidra“ Textilwerke, oder auch landwirtschaftliche Großbetriebe, wie „Schwenner Milch“, die viele Schulen in der Region mit ihrer Milch beliefert. Viele davon, befinden sich auf dem neuen 16-hektargroßen Gewerbegebiet. Alleine das „Wellcum“ stellt 40 reguläre Arbeitsplätze in den Bereichen Management oder Service bereit. Die Einnahmen der Kommunalsteuern kommen wieder Vereinen und dem Gemeinschaftsleben zugute. In der Gemeinde Hohenthurn gibt es 130 regionale Arbeitsplätze, bei denen nicht ausgependelt werden muss. Die Verkehrsanbindung mit Autobahnabfahrt erleichtert das Erreichen der näheren Ballungszentren.

Schlusslicht Krems
Kärntenweit gibt es vier Gemeinden (Ossiach 25,8%, Maria Wörth 14,4%, Maria Rain 13,5% und Mühldorf 10,7%) mit einem Zuwachs von über zehn Prozent im Beobachtungszeitraum. 29 Gemeinden verzeichnen einen Anstieg zwischen 1 und 9,9 Prozent, zehn Gemeinden stagnieren (leichte Zu- oder Abgänge). Der Rest (89 Gemeinden) weist teils deutliche Bevölkerungsrückgänge aus. Die Gemeinde mit dem höchsten prozentualen Bevölkerungsrückgang Kärntens ist Krems (-15,9 Prozent).

Auch der Sauna-Club „Wellcum“ bietet 40 regionale Arbeitsplätze in Management- und Servicebereich

©KRM, © Sissy Furgler

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