Markus Lopez ist seit 22 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Rattendorf und erzählt uns, was es für ihn bedeutet, ein Feuerwehrmann zu sein.

Mit 16 Jahren trat er der Freiwilligen Feuerwehr Rattendorf bei. Ein Jahr später war er im Feuerwehrausschuss und seit 2008 bekleidet er das Amt des Ortsfeuerwehrkommandanten. Für ihn bedeutet Feuerwehrmann zu sein, anderen Menschen zu helfen. Der gesellige Teil kommt dabei dennoch nicht zu kurz.

Jugend
„Früher war es normal, dass man als Jugendlicher einem Verein beitrat. Ich war Mitglied der Burschenschaft Rattendorf und mit 16 trat ich der Freiwilligen Feuerwehr bei. Nach meinem Probejahr war ich dann als Maschinist im Ortsfeuerwehrausschuss. Bis 2008 hat sich daran auch nichts verändert. Doch langsam war klar, dass der Kommandant sowie Vorstand ihre Ämter langsam zurücklegen würden. Ich ließ mich zur Wahl zum Kommandanten aufstellen und wurde gewählt,“ erzählt Markus Lopez, Ortsfeuerwehrkommandant von Rattendorf.

Was steckt dahinter?
„Hinter dem „Feuerwehrmann sein“ steckt für mich mehr. Getrieben werden wir vom gemeinnützigen Gedanken, anderen Menschen zu helfen. Wir investieren sehr viel Zeit. Regelmäßige Übungen sind ein Muss, um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein. Als Kommandant hängen an mir auch einige administrative Dinge, welche wir aber gut untereinander aufteilen können. Wir sind eine eingespielte Truppe und sind 24 Stunden bereit einzurücken. Wenn wir von einem Einsatz zurückkommen, bereden wir diesen oft noch oder bleiben nach einer Übung noch etwas sitzen und machen uns einen geselligen Abend. Es ist eine wichtige sowie schöne Aufgabe. Es gibt schöne und weniger schöne Momente, welche wir aber in einer Gemeinschaft erleben. Manche Einsätze brennen sich ein, so wie das kürzlich Hochwasser. Ich stand am Damm und musste zusehen, wie Rattendorf überschwemmt wird. Es kam kein durch kommen, weil die Straßen schon gesperrt waren. Wir konnten die Menschen nur noch evakuieren und versuchen so viel zu retten wie möglich. Es ist ärgerlich, wenn man nicht mehr tun kann. So etwas wird man sein ganzes Leben nicht vergessen,“ erklärt er. „Auf der anderen Seite spielt meine Familie eine wichtige Rolle. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen und dahinterstehen. Die Unterstützung von zu Hause ist sehr wichtig.“

©KK