Gastronomiefachleute betreuen die Gäste und kennen die Küche. Ein Beruf, der Einsatz und Teamwork fordert, aber auch Abwechslung und Chancen bringt.

Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und Ehrlichkeit gehören bei Gastronomiefachleuten ebenso zu den Voraussetzungen, wie Freundlichkeit und ein insgesamt gutes Auftreten. „Alles andere kann man lernen“, weiß Hubert Künstl, Geschäftsführer im Café-Restaurant Seerose in Unterburg am Klopeiner See. „Gastronomie ist Teamarbeit, man muss sich aufeinander verlassen können.“ Schüchternheit, die anfangs oft vorhanden ist, muss man im Service ablegen: „Man darf keine Angst haben vor dem Gast“, lacht Künstl. „Aber wir haben ohnehin sehr nette Gäste. Natürlich muss man auch mit Kritik und Reklamationen umgehen können, aber das lernt man.“

Vier Lehrlinge
Der Lehrberuf „Gastronomiefachmann/-frau“ kann seit Juli 2005 erlernt werden und ersetzt die Doppellehre „Koch/Köchin und Restaurantfachmann/-frau“. Lehrzeit ist vier Jahre. Gastronomiefachleute beherrschen alle Bereiche der Gastronomie, arbeiten in der Küche und im Service. Fabienne Pammer lernt Gastronomiefachfrau im dritten Lehrjahr in der „Seerose“. Marcel Satz ist im zweiten Lehrjahr als Koch, Katharina Tomic und Yvonne Planinschek sind im ersten Lehrjahr zur Restaurantfachfrau. Die Fachberufsschule ist in Villach.

Abwechslung
Künstl: „Wir würden gerne mehr ausbilden, aber leider ist es schwer, Lehrlinge zu bekommen. Viele sehen die Arbeit an den Wochenenden als Herausforderung. Aber bei Lehrlingen ist es gesetzlich geregelt, dass sie jedes zweite Wochenende frei haben. Es ist ein schöner Beruf und man hat viele Chancen.“ Marcel hat seinen Wunschberuf gefunden: „Ich koche sehr gerne und besonders gefällt mir das schöne Anrichten der Speisen. Mein Ziel ist, einmal ein eigenes Restaurant zu haben oder auf einem Schiff zu arbeiten.“ Die Küche in der „Seerose“ ist regional und mediterran ausgerichtet. Hubert Künstl: „Unser Küchenchef Christian Podlessnik achtet darauf, alles selbst zu kochen – von der Suppe bis zur Sauce – und Produkte von umliegenden Produzenten zu verwenden, das ist auch für Lehrlinge sehr interessant.“

Kontakt mit Gästen
Im Service werden die Gäste betreut, Speisen und Getränke serviert, Teller und Besteck abgeräumt und die Rechnungsbeträge kassiert. Yvonne ist nach der Handelsschule und einem Ferialjob in der Gastronomie in die Lehre eingestiegen: „Es interessiert mich und man hat gute Aufstiegschancen. Mir gefällt alles, der Umgang mit den Gästen und es ist ein tolles Team.“ Katharina macht die Lehre mit Matura und auch sie schätzt es besonders, mit Menschen arbeiten zu können. Fabienne wechselt als Gastronomiefachfrau während der Lehrzeit zwischen Küche und Service hin und her. „Es ist manchmal schon anstrengend, aber die Abwechslung ist toll“, sagt sie. Über ein Praktikum hat sie den Beruf kennengelernt und sich für die Lehre entschieden. Was ihr am besten gefällt: „Wenn man den Gäste die Freude über das Essen richtig ansieht!“

Großes Foto oben: Fabienne wird im Beruf Gastronomiefachfrau in den Bereichen Küche und Service ausgebildet
© KRM

Verschiedene Informationen zu Lehrberufen und Möglichkeiten zu einer Lehre gib’s auch auf www.lehre.ktn.gv.at

Geschäftsführer Hubert Künstl mit den Lehrlingen Katharina (l.) und Yvonne

Lehrling Marcel in der Küche des Café-Restaurants „Seerose“
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