Elektrizität, Trinkwasser, Heizungswärme und Nahrung sind für uns tägliche Selbstverständlichkeiten. Was aber, wenn durch Krisen oder Katastrophen die Grundversorgung längerfristig nicht mehr gewährleistet ist?

Wir leben in einem hoch entwickelten Umfeld im Herzen Europas mit nahezu perfekter Infrastruktur, weit weg und gut abgesichert von allen möglichen Bedrohungsszenarien. Doch durch eine Naturkatastrophe, einen längeren Stromausfall (Blackout) oder gar einen Reaktorunfall kann es mit der vermeintlichen Sicherheit schnell vorbei sein.

Vorbereitet sein
„Krisenereignisse können dazu führen, dass man plötzlich mittel- oder langfristig von der Grundversorgung abgeschnitten ist und sein Zuhause für einige Zeit nicht mehr verlassen kann oder soll. Ist ein Notfall erst eingetreten, müssen rasch entsprechende Maßnahmen getroffen werden, um Leben, Gesundheit oder die Umwelt zu schützen“, informiert der Krisen-Experte, Zivilschutz-Bezirksstellenleiter Helmuth Stocker (71), der sich bereits seit 40 Jahren beim Kärntner Zivilschutzverband für die Sicherheit der Bevölkerung engagiert.

Schutz der Bevölkerung
„Unter Zivilschutz versteht man sämtliche Vorkehrungen, die der Bevölkerung das Überstehen von gefährlichen Situationen jeder Art ermöglichen soll. Diesem Konzept liegt die Überlegung zugrunde, dass der beste Zivilschutz darin besteht, Bedrohungen nach Möglichkeit überhaupt zu verhindern oder deren Auswirkung auf ein Mindestmaß zu beschränken“, erläutert Helmuth Stocker, der in seiner Funktion als Zivilschutz-Bezirksstellenleiter der Bevölkerung die im Rahmen von Vorträgen seit Jahren umfassend informiert.

Blackout – was nun?
Eine mögliche Bedrohung kann ein „Blackout“ sein. Darunter versteht man einen totalen, überregionalen und vor allem auch längerfristigen Stromausfall. „Schon mit ein wenig Vorsorge und rechtzeitigen Überlegungen lässt sich ein derartiger Notfall aber gut überstehen. Entscheidend ist einzig und allein, dass man nicht gleich auf fremde Hilfe angewiesen ist und ein paar Tage selbst über die Runden kommt. Das entlastet auch die Behörden und die Einsatzkräfte“, weiß Stocker und fährt fort, „bei den Überlegungen zur privaten Vorsorge sollte man sich einfach die Frage stellen: Was möchte ich zu Hause haben, wenn ich ein paar Tage nicht vor die Tür kann? Beim Notvorrat sollen dabei die persönlichen Essgewohnheiten berücksichtigt werden. Nicht vergessen: Wasser, lebenswichtige Medikamente, Verbandsmaterial, Batterieradio, Notbeleuchtung und eine Notkochgelegenheit, die auch ohne Strom funktioniert. Denken Sie auch an eine alternative Heizmöglichkeit und einen Vorrat an Brennmaterial. Oberstes Gebot ist Ruhe zu bewahren, nicht in Panik zu verfallen und die Situation trotz allem möglichst locker zu nehmen“, betont Experte Stocker. Alle relevanten Informationen zum Thema finden Sie auf: www.siz.cc/kaernten.

© KRM