„Heimat großer Töchter“ ist das Thema beim heurigen „Tag des Denkmals“ am Sonntag, 24. September. Im Bezirk Völkermarkt gibt’s in Bleiburg und Globasnitz Sonderführungen auf den Spuren einflussreicher Frauen, die hier gewirkt haben.

Jedes Jahr lädt das Bundesdenkmalamt am letzten Sonntag im September zum österreichweiten Tag des Denkmals, heuer ist dies der 24. September. In Kärnten öffnen bei 16 Programmpunkten denkmalgeschützte Objekte bei freiem Eintritt ihre Tore. Unter dem diesjährigen Motto „Heimat großer Töchter“ rücken spezielle Führungen und Präsentationen einflussreiche Frauen sowie ihre Lebens- und Wirkungsstätten in den Mittelpunkt – das Gesamtprogramm mit allen Infos gibt’s auf tagdesdenkmals.at). Die Programmpunkte am „Tag des Denkmals“ im Bezirk Völkermarkt:

Kiki Kogelnik in Bleiburg
Auf den Spuren der international bekannten Pop-Art-Künstlerin Kiki Kogelnik (1935–1997) kann man in ihrem Geburtsort Bleiburg wandeln, in dem sie bedeutende Arbeiten im öffentlichen Raum hinterlassen hat. Beim Stadtrundgang führt Arthur Ottowitz vom Freyungsbrunnen am Hauptplatz durch die Gottfried-Helnwein-Fassaden, das Werner Berg Museum, den Garten der Weltreligionen und Kogelniks Installation in der Goiginger Kaserne (die Kaserne hat nur an diesem Tag geöffnet). Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung unter Tel. 0463/55630 erforderlich.
Treffpunkt: 10 Uhr, Freyungsbrunnen am Hauptplatz, Dauer ca. zwei Stunden.

Archäologie in Globasnitz
Das Archäologische Pilgermuseum in Globasnitz widmet sich dem Thema „Frauen im archäologischen Befund“. Keltische Frauen trugen bis in die mittlere römische Kaiserzeit ihre einheimische Kleidung, wie anhand von Grabfunden und Grabporträts in Globasnitz ersichtlich ist. Bei der Kirche in Jaunstein wurden slawische Gräber mit charakteristischem Schmuck etwa aus der Zeit Karls des Großen gefunden.
Geöffnet ist das Museum von 10 bis 17 Uhr, Führungen (ca. 30 Minuten) mit Kustodin Sandra Rutter finden um 11.30 und 15.30 Uhr statt.

Hemma & Rosalia am Hemmaberg
Am Hemmaberg führt Franz Glaser (Landesmuseum & Museum Globasnitz) durch die Kirche St. Hemma und das frühchristliche Pilgerheiligtum. Im Pilgerheiligtum wurden Gebeine einer Märtyrerin aus dem syrischen Raum gefunden, die um 500 nach Christus unter einem Altar beigesetzt worden waren. Im Rahmen von Wallfahrten kam der heiligen Hemma besondere Verehrung zu. Seit der Pestzeit 1683 wird die heilige Rosalia von Palermo besonders verehrt, weshalb die Wallfahrtskirche mit einer Kapelle für die Pestheilige deutlich vergrößert wurde.
Geöffnet von 7 bis 19 Uhr. Um 10.15 Uhr Begrüßung durch Landeskonservator Gorazd Živkovič, Führungen (ca. 45 Minuten) um 10.30 und 14.30 Uhr, Treffpunkt bei der Kirche.

Der von Kiki Kogelnik gestaltete Freyungsbrunnen am Bleiburger Hauptplatz in den Gottfried-Helnwein-Fassaden

Großes Foto oben: Archäologe und Universitätsprofessor Franz Glaser, wissenschaftlicher Leiter des Museums Globasnitz, beim originalen Wasserbecken der Rosaliengrotte, das im Museum zu besichtigen ist – ursprünglich war das Becken das Taufbecken in der Kirche am Hemmaberg
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