Sportakrobatik vereint Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit und Anmut. Die Verbindung aus turnerischen und tänzerischen Elementen fesselt vor allem durch spektakuläre Wurfelemente und Körperbeherrschung.

Lea Mitterberger aus Spittal gehört mit ihrer Formation, bestehend aus Lisa Kohlbacher und Angelika Leyhs, zu den erfolgreichsten Akrobaten Oberkärntens.

Anfänge
Die 15-jährige Schülerin turnte immer schon wahnsinnig gerne. Dies blieb auch ihrer Mama nicht verborgen. So meldete sie Lea mit sechs Jahren zu einer Schnupperstunde bei der ASKOE Sportgemeinschaft Spittal (SGS) an. Von der ersten Minute an die kleine Artistin begeistert von dem Sport, der dem Körper alles abverlangt. Auch die Trainer merkten schnell, dass es die Schülerin mit ihrem außergewöhnlichen Talent weit bringen kann und so durfte sie bereits nach den ersten Trainingseinheiten in eine bessere Gruppe aufsteigen. Dort wurde die Turnerin von Anna Gasser, Olympiasiegerin 2018, trainiert. „Anna hat mir so viele Sachen beigebracht – von ihr trainiert zu werden, hat mich in der Sportakrobatik sehr viel weitergebracht“, erinnert sich die Spittalerin.

Aufregendes Jahr
Seit 2017 gehört die Sportakrobatin unter Sektionsleiterin und Trainerin Sigrid Eisenhut zum Kader. „Im letzten Jahr nahm ich mit meinem Team beim ersten internationalen Wettkampf in Ungarn teil, wo wir den siebten Platz belegten. Im Mai findet die Steirische Meisterschaft und im Juni die Österreichische Meisterschaft statt, wofür wir schon fleißig trainieren“, erklärt die 15-Jährige. Besonders fiebert Lea Mitterberger der Qualifikation für die WM entgegen. Die Dreierformation trainiert viermal die Woche für zwei bis drei Stunden. Manchmal auch am Wochenende, denn bis eine Kür sitzt, bedarf es viel Training – blaue Flecken inbegriffen. „In unserer Dreierformation übernehme ich den Part des Unterpartners – dementsprechend ist es nicht ungewöhnlich, dass sich manchmal die Füße von Lisa bei einem Wurfelement in mein Gesicht verirren“, lacht die Akrobatin, die bislang immer mit einem blauen Auge, das ist wörtlich zu verstehen, davon gekommen ist. „Das nehme ich aber gerne in Kauf, denn ich liebe diesen Teamsport“ schwärmt die Spittalerin, „es ist so spannend zu beobachten, wozu der Körper im Stande ist“. Obwohl mit dem Leistungssport meist im Alter von 22-23 Jahren Schluss ist, so weiß Lea Mitterberger schon heute, dass sie der Akrobatik auf jeden Fall treu bleiben wird, ob im Hobbybereich oder aber selber als Trainerin.

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