Elektromobilität ist der große Hoffnungsträger für Treibhausgasreduktion. Wie e-mobil-affin die Menschen im Bezirk sind, wissen Michel Segers und Sabine Kinz von der regionalen Klima- und Energie-Modellregion.

Der Verkehrssektor ist einer der Hauptverursacher von Treibhausgasen in Österreich. 99 Prozent der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen stammen dabei aus dem Kfz-Verkehr (Auto, Bus, Lkw); mehr als die Hälfte hiervon aus dem Pkw-Verkehr. Der Verkehrssektor ist für 80 Prozent des österreichischen Erdölverbrauchs verantwortlich und trägt zudem maßgeblich zu gesundheitsgefährdenden Feinstaub- und Stickoxidemissionen bei.

E-Bike & E-Auto im Trend
„Die Elektromobilität ist unser großer Hoffnungsträger für eine saubere Zukunft“, weiß der Regionsmanager der Klima- und Energie-Modellregion Feldkirchen Himmelberg Michel Segers und erläutert, „nach dem Siegeszug des E-Bikes setzt sich auch das E-Auto zunehmend am Markt durch. Neue Modelle, höhere Reichweiten, sinkende Kosten gehen Hand in Hand mit großen Umwälzungen in der Stromerzeugung, bei der erneuerbare Energieträger zunehmend die fossilen ablösen“. „Nur mit dem Ausbau sauberer Energien kann Elektromobilität den Klimaschutzanspruch erfüllen“, unterstreicht Projektmitarbeiterin Sabine Kinz.

Anstieg Jahr für Jahr
Der E-Mobilitätscheck für den Bezirk Feldkirchen laut den Daten der Statistik Austria besagt, dass im Jahr 2016 16 Pkw, 16 Motorräder und Motorfahrräder sowie vier Lkw mit Elektro/Batterie-Antrieb gemeldet waren. Im Jahr 2017 hat sich der Wert durch Neuanmeldungen bei den Pkw um 60 Prozent erhöht. Das bedeutet, dass der aktuelle Gesamtbestand im Bezirk mit insgesamt 53 E-Fahrzeugen angegeben wird. „In absoluten Zahlen ist das ja noch bescheiden, aber in den nächsten Jahren wird sich das grundlegend ändern“, ist sich Expertin Sabine Kinz sicher.

Gibt es genug Strom?
Eine der zentralen Fragen lautet: Woher soll der zusätzlich benötigte Strom für die E-Mobilität kommen? „Voraussetzung für eine klimaschonende E-Mobilität ist, dass der dafür benötigte Strom aus (zusätzlichen) Ökostromanlagen stammt. Wenn eine Million Pkw in Österreich elektrisch fahren würden, wäre der jährliche Strombedarf rechnerisch um 3,6 Prozent höher. Der Stromertrag einer kleinen Photovoltaikanlage (2,6 kWp) deckt den Strombedarf eines E-Autos ab. Würden alle Pkw in Österreich elektrisch fahren, würde der Strombedarf um rund 18 Prozent steigen. Das sollte also machbar sein!“, informiert Modellregionsmanager Michel Segers.

Stromzapfsäulen im Bezirk
Die Infrastruktur der Ladestationen für E-Mobile befindet sich in der Ausbauphase. Kärntenweit bestehen aktuell 434 Ladestationen, im Bezirk sind derzeit 15 Ladestationen in Betrieb. Die Ladestationen können über www.e-tankstelle-finder.com lokalisiert werden.

Im Bezirk Feldkirchen sind bis dato 15 E-Ladestationen in Betrieb

Fotocredit: © KRM, © KRM (großes Bild)