„Es ist das Festhalten von Augenblicken, die nie wiederkehren. Der Lichteinfall beispielsweise, den es nur in diesem einen Moment gibt,“ so Willi Pleschberger über die Faszination der Fotografie.

„Detailverliebt“ so lautete der Titel der letzten Foto-Ausstellung des Pressefotografen Willi Pleschberger. Wie der Name schon verrät, zeigt der Spittaler in seinen Fotoarbeiten Details und Alltägliches, das im Trubel der heutigen Zeit kaum noch Beachtung findet. Seine Werke ermöglichen es dem Betrachter, seinen Blick auf das scheinbar Vergessene zu richten und es in einer neuen Perspektive wieder zu entdecken.

Das Besondere liegt im Detail
Willi Pleschberger fotografiert schon seit seiner Jugendzeit. Schon damals faszinierte es ihn, Details festzuhalten – kleine unscheinbare Motive, die auf seinen Fotos plötzlich zum Leben erwachen und jedes für sich eine Geschichte zu erzählen vermag. Auch Alltägliches, dem wir keine Beachtung schenken, weil es uns schlicht und ergreifend nicht mehr auffällt, zogen den Fotografen in seinen Bann. Diese Leidenschaft zum Unscheinbaren spiegelt sich bis heute in allen seinen Fotoarbeiten wider. „Im Detail gibt es so viele Dinge zu entdecken, die es Wert sind, gezeigt zu werden“, erklärt der Trebesinger, der auch Obmann-Stellvertreter beim Singkreis Porcia ist.

Begehrte Arbeiten
Neben der Passion zu Details hat sich der Finanzbeamte auch der Bühnenfotografie verschrieben. So hält er bei den Musiktagen am Mondsee, beim Gitarrenfestival Millstatt, beim internationalen Chorwettbewerb in Spittal oder bei den Kulturfestspielen in Bad Kleinkirchheim Momente für die Ewigkeit fest. „Bei der Bühnenfotografie ist es ausgesprochen wichtig, ruhig und möglichst lautlos zu agieren. Daher fotografiere ich ohne Blitz und auch meine Kamera macht keine Geräusche, welche die Musiker oder Künstler auf der Bühne stören könnten“, erklärt Willi Pleschberger. Als Fotograf ist der Spittaler längst über die Landesgrenzen hinaus bekannt. So schmücken seine Fotoarbeiten mittlerweile auch Bücher, Kalender, Programmhefte, Notenhefte und CD-Covers. Es braucht kein Hightech. Besonderes spannend ist, dass zahlreiche seiner Aufnahmen nicht mit einer professionellen Kamera entstanden sind, sondern mit einer einfachen Sony- Kompaktkamera. „Ich reise viel und da habe ich natürlich nicht die Profikamera dabei. Aus meiner Sicht kommt es aber auch nicht auf die Technik an, sondern immer nur auf‘s Auge“, ist der Fotograf überzeugt.

© Willi Pleschberger