Familien mit einem oder zwei Kindern liegen im Trend. Doch immer mehr Eltern entscheiden sich für mehrere Kinder.

Die Trendwende steht bevor. Vier Kinder und mehr sieht man in heutigen Familien immer öfter. Eine schöne Entwicklung. Anlässlich des bevorstehenden Muttertags hat sich der KLAGENFURTER umgehört und holt eine dieser Großfamilien vor den Vorhang.

Vier gewinnt
Yvonne Webernig ist Vollzeitmama. Derzeit befindet sie sich in Karenz, denn ihre vierte Tochter Katharina ist gerade ein Jahr alt. Drei ältere Söhne gehören ebenfalls zur Großfamilie. „Für uns ist die Familienplanung eigentlich abgeschlossen, da wir nach drei Jungs auch noch eine Tochter bekommen haben, sind wir eigentlich wunschlos glücklich“, schmunzelt die 37-Jährige. Ihre beiden älteren Söhne Adrian und Marco sind 17 und 13 Jahre alt. Sohn Nummer 3, Sebastian, ist vier Jahre alt. Den Altersunterschied zwischen den beiden Ältesten und den beiden Jüngsten sieht Yvonne als Bereicherung: „Unsere Großen lieben die zwei Kleinen heiß und innig, sie helfen mit und passen auch hin und wieder mal auf.“ Nachteile für die älteren Jungs gibt es keine: „Wir ermöglichen ihnen auch heute noch immer all das, was sie auch vor vier Jahren machen konnten und bekommen haben. Wir machen keinen Unterschied zu früher.“

Großfamilien-Generation
Sowohl Yvonne als auch ihr Mann stammen selbst aus einer Großfamilie. „Für uns war eigentlich immer klar, dass wir mehrere Kinder haben wollen, mein Mann ist selbst eines von drei Kindern und ich selbst hatte vier Geschwister und zusätzlich dazu haben meine Eltern noch zwei Pflegekinder aufgenommen“, verrät uns Yvonne Webernig. Dass der Abstand zwischen den Kindern so groß wurde liegt an der beruflichen Entwicklung. „Es hat beruflich alles gut gepasst und deshalb haben wir uns erst relativ spät für das dritte Kind entschieden, aber dafür haben wir dann relativ schnell mit Nummer 4 nachgelegt“, schmunzelt Webernig.

Treffen im Ekiz
Bei Gesprächen mit anderen Großfamilien hat sich dann herausgestellt, dass es Bedarf für ein Großfamilientreffen gibt. „Als Großfamilie hat man einfach andere Themen die einen beschäftigen, als wenn man nur ein oder zwei Kinder hat. Die Organisation ist eine ganz andere, auch das Kochen für eine Großfamilie unterscheidet sich sehr von kleineren Familien und aus diesen Gesprächen heraus habe ich die Idee für das Großfamilientreffen geboren“, so die Klagenfurterin. Dieses ungezwungene Treffen soll für alle sein, die entweder eine Großfamilie haben, zum dritten Kind schwanger sind oder noch etwas Scheu haben selbst eine Großfamilie zu gründen. Jeder ist herzlich willkommen und natürlich ist mit Kaffee und Kuchen auch für das leibliche Wohl gesorgt. In der heutigen Gesellschaft haben Eltern oft das Gefühl, dass Kinder unerwünscht sind, mit diesem Vorurteil soll beim Großfamilientreffen aufgeräumt werden.

Das Ekiz Klagenfurt
Das Elternkindzentrum bietet neben dem Großfamilientreffen natürlich auch zahlreiche andere Möglichkeiten für Eltern und Kinder an. So finden beispielsweise wöchentliche Stöpseltreffen zum gemeinsamen Spielen aber auch zum Austausch wischen den Eltern statt. Auch interessante Vorträge und Workshops stehen immer wieder auf dem Veranstaltungskalender. Auch für Patchworkfamilien gibt es eigene Treffen und beim regelmäßig stattfindenden Nähcafe können Mütter ihrem Hobby frönen, während die Kinder gemeinsam spielen.

Muttertag
In diesem Sinne wünschen wir allen Müttern, egal, ob in Großfamilien oder in kleineren Familien, einen wunderschönen Muttertag im Kreise ihrer Liebsten.

Bild Oben: Yvonne mit ihren Söhnen Marco (13), Sebastian (4) und Tochter Katharina (1) am Rücken (Sohn Marco (17) nicht am Bild)

Yvonne mit Töchterchen Katharina freut sich schon jetzt auf zahlreiche Familien beim Großfamilientreffen im Ekiz

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INFO:
1. ungezwungenes Großfamilientreffen
Ort: EKIZ Klagenfurt
18. Mai 2018
15-17 Uhr
Leitung: Yvonne Webernig
Anmeldung und Info: hallo@ekiz-klagenfurt.at
Kosten: 5 Euro pro Familie