Fabian Zojer aus dem Lesachtal arbeitet schon sein Leben lang mit Holz. Im Interview verrät er uns, wie man sich für den richtigen Lehrberuf mit Holz entscheiden kann.

Der 20 jährige Fabian Zojer begann seine Ausbildung in der landwirtschaftlichen Schule in Lienz. Diese schloss er als landwirtschaftlicher Facharbeiter ab. Anschließend begann er noch eine Lehre zum Zimmerer. In der Lehrzeit wurde er auf einen neuen Ausbildungszweig aufmerksam und meldete sich für die Ausbildung zum Zimmerei Techniker an. Als einer unter acht Kandidaten, war er in der ersten Ausbildungsgruppe kärntenweit, denn diese Ausbildung gibt es in der Art erst seit 2015. Im Herbst schließt Fabian seine Lehre zum Techniker mit dem Gesellenbrief ab.

Faszination
Fabian Zojer hatte schon von klein auf ein Händchen für Holz. „Wir haben einen landwirtschaftlichen Betrieb zuhause und da arbeitet man viel mit Holz. Ich kenne das schon von klein auf und da entstand auch meine Faszination für den warmen Werkstoff. Also entschied ich mich für eine Lehre in diesem Bereich,“ erzählt er. „Mit Holz kann man so vieles machen, ob einen Dachstuhl oder Innenausbau, das Spektrum ist bunt gemischt. Ich mag eigentlich alles an meiner Arbeit, aber wenn ich abends sehe, was ich geschafft habe dann kann ich zufrieden ins Bett gehen. Das gefällt mir besonders gut.“

Entscheidungshilfe
In der Holzbau-Branche gibt es verschiedene Zweige die ein Lehrling einschlagen könnte. Fabian Zojer erklärt uns seine Sicht: „Wenn man mit Holz arbeiten möchte, gibt es verschiedene Dinge auf die man achten sollte. Die Arbeit als Holztechniker geht tiefer in die Materie. Man arbeitet mit Kunden, lernt viel über die Arbeit im Büro und die Werkstoffe. Natürlich lernt man so einiges über die Planung und erlangt mehr Hintergrundwissen, was extrem interessant ist. Ein Zimmerer sollte zum Beispiel frei von Höhenangst sein und die Arbeit im Freien mögen. Außerdem kann es schon auch hart werden, wir machen in der Firma noch viele arbeiten von Hand und müssen körperlich schon fit sein. Tischler sind eher am Boden tätig, bauen Möbel, Fenster und bauen diese auch ein. Sie sind nicht ganz so vom Wetter abhängig wie Zimmerer aber dafür auch weniger im Freien. Da muss man einfach wissen was einem mehr liegt. Am besten ist es, wenn man sich einfach eine Woche Zeit nimmt und ein Praktikum macht. Man sollte sich die Arbeit ansehen und wissen was man will.“

Wettbewerbe
2017 nahm Fabian zum ersten Mal an einem Landeslehrlingswettbewerb teil und konnte sich gleich den 2. Platz sichern. Mit dieser Platzierung qualifizierte er sich für die Bundesbewerbe, bei denen er den neunten Platz machte. Am 31. Mai 2018 findet wieder ein Landeslehrlingswettbewerb statt und Fabian nimmt dieses Jahr wieder teil. „Eigentlich bereite ich mich kaum auf diese Wettbewerbe vor, weil ich weiß, dass der Druck dann einfach zu sehr steigt. Außerdem werden wir in der Arbeit und der Berufsschule auf Wettbewerbe vorbereitet, sodass ein Extra-Training nicht sein muss. Erwartungen habe ich auch keine, weil ich nicht weiß wie weit die anderen Teilnehmer sind. Unter die ersten drei zu kommen, wäre trotzdem schön“, erklärt Fabian Zojer.

 

© Talenteakademie-Team Kärnten