Sein künftiges Arbeitsumfeld ist die Welt der Wohnungen: Raphael Nageler lässt sich bei Nageler Immobilien in Villach zum Immobilienkaufmann ausbilden, der Tätigkeitsbereich ist vielschichtig.

Der Nachname lässt es vermuten – Raphael steigt mit seiner Lehre in den Familienbetrieb mit ein, seine Chefs sind sein Onkel Christian und Vater Adi Nageler. „Ich habe meinem Vater schon immer bei der Arbeit zugeschaut, das hat mir sehr gut gefallen. Ich interessiere mich für all die Tätigkeiten in diesem Job, die Büroarbeit gefällt mir richtig gut. Irgendwann möchte ich gerne selbständig in der Branche arbeiten“, so Nageler Jun. Der 20-Jährige besuchte das Sport-BORG in Klagenfurt, wollte aber lieber arbeiten. Aufgrund der schulischen Ausbildung verkürzt sich seine 3-jährige Lehrzeit um ein Jahr. Dies wird individuell von der Wirtschaftskammer entschieden. Möglich ist die Lehre auch mit Matura, dann dauert die Lehrzeit vier Jahre. „In meinem Fall habe ich aber die Wifi-Abendmatura gewählt, dadurch ändert sich an der Lehrzeit nichts, manche der Kurse sind sogar am Vormittag. Aus der Schulzeit wird aber nichts angerechnet, dafür muss ich nur für die vier Maturafächer lernen“, erzählt Raphael. Die Berufsschule für die Lehre Immoblienkaufmann/-frau befindet sich in St. Veit, der Unterricht findet geblockt statt.

Voraussetzungen. Was sollte man für diesen Beruf mitbringen? „Man sollte sehr gut Gespräche führen und gut verkaufen können. Außerdem wichtig sind ein gutes Auftreten, eine eloquente Sprache und ein organisatorisches Talent“, erklärt Raphael. Wichtig sei auch die Kommunikation zwischen dem Bauträger, dem Kunden und den Professionisten (Handwerkern). Christian Nageler: „Hier ist man oft der Vermittler, jeder spricht seine eigene Sprache.“ Aktuell arbeitet Raphael im Sekretariat: „Ich telefoniere und mache den Kundenempfang.“ Was in weiterer Folge dazu kommt: Projekteinarbeitung und -ausarbeiten sowie Marketing. „Als Abschluss kommt der Verkauf, sprich Kundengespräche, die Acquisition von Immobilien und die Übergabe der einzelnen Wohnungen“, so Christian Nageler.
Das Verstehen der Verträge sei nicht immer einfach. „Ich habe an der Berufsschule aber ein eigenes Fach, da lerne ich, was in einem Kaufvertrag stehen muss, welche Rechte man bei der Vermittlung hat und alles andere“, so Raphael, der seine Freizeit dem Fußball widmet: „Ich spiele bei Austria Klagenfurt, wir sind gerade in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Die Trainings sind daher recht oft, aber ich bekomme alles unter einen Hut.“

 

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