Schwimmen über eine Länge von 3,8 km, 180 km Radfahren und als ob das nicht schon genug wäre, 42,1 km Laufen. Das sind die Eckdaten des Ironman-Triathlonbewerbs.

Nun stellt sich die Frage: „Wer zum Teufel tut sich sowas freiwillig an?“ Die Antwort folgt prompt: Anton Bernhard aus Greifenburg.

Wenn’s weh tut
Der 52-Jährige vom Verein RC-MTB Möllbrücke startet nun schon seit neun Jahren bei den Wettkämpfen, die bereits beim Hinsehen weh tun. Keine Frage, der Vater von vier Kindern war schon immer sportlich unterwegs. So nahm er, bevor er dem Ironman-Virus erlag, an zahlreichen Laufbewerben teil. Dies wurde dem gelernten KFZ-Mechaniker aber irgendwann zu langweilig. Der nächste Schritt: Ironman. Natürlich kommt der Spaß bei dem Bewerb auch nicht zu kurz, zumindest vor und nach dem Bewerb, denn während des Wettkampfes hört sich der Spaß auf, scherzt der Familienvater.

Anfänge
Seinen ersten Ironman, mit der kompletten Distanz, bestritt der ambitionierte Sportler 2008. „Damals dachte ich, diesen Blödsinn mach ich nie wieder“, lacht der Triathlet. Einer seiner schwierigsten Bewerbe fand bei den Weltmeisterschaften auf Hawaii statt, der im Vergleich zu den Wettkämpfen hier zu Lande noch eine Stufe härter ist. Ein weiteres einschneidendes Erlebnis stellte die Europameisterschaft in Frankfurt dar. „Dieser Wettkampf war recht knackig“, erinnert sich der Greifenburger und führt weiter aus: „Der Tag war der heißeste, der je in Deutschland gemessen wurde. “ Bewerbe. In diesem Jahr widmete sich der Familienvater den Halbdistanzen von insgesamt 70,3 Meilen. „Ich musste einfach den Kopf frei bekommen, denn die gesamte Distanz ist mental sehr fordern“, so der Greifenburger. So ging er im Mai beim 70.3 Ironman in der Altersklasse M 50-54 auf Mallorca an den Start. Nur eine Woche später startete er beim 70.3 Ironman in St. Pölten und konnte diesen Bewerb ebenfalls gewinnen. Mit einer kurzen Erholungspause von 14 Tagen startete er in Elsinore Dänemark bei den 70.3 Ironman European Championship Meisterschaften, wo er den 5. Rang in seiner Klasse belegte. Ende August ging es dann zum 70.3 Ironman nach Zell am See. Trotz Reifenplatzer schaffte er es auf Platz 4. Mitte September startete er seinen seinen für heuer letzten 70.3 Ironman in Pula, Kroatien mit einen Sieg in seiner Altersklasse.

Familienzusammenhalt
Mit dabei auch immer seine Frau Kathrin und seine vier Kinder Sandra, Bettina, Markus und die Nachzüglerin Sophie, die Anton Bernhard mit Leib und Seele unterstützen
und hinter ihm stehen. Dankbar ist der Greifenburger auch seinen Sponsoren, 2XU, Erdinger Alkoholfrei, XeNTiS, SOLARIA und der Drautalperle, die ihm seit Jahren zur Seite stehen.

 

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