In Treffen wird das Örtliche Entwicklungskonzept für die nächsten zehn Jahre heiß diskutiert. Im Fokus steht die Gerlitzen samt möglicher Bauprojekte.

Das Örtliche Entwicklungskonzept ist für jede Gemeinde gesetzlich vorgeschrieben und ist alle zehn Jahre zu überarbeiten und vom Gemeinderat zu beschließen. Aktuell ist es in Treffen soweit. Im öffentlichen Fokus steht spätestens seit der gestrigen Gemeinderatssitzung die Gerlitzen. Am Horizont deuten sich nämlich drei Bauprojekte (ein Hotel, Chalets und ein privates Domizil) im Umfeld der Pöllinger Siedlung an. Anrainer befürchten nun den, Zitat: „Verlust des beschaulichen Almcharakters“ und machten im Rahmen der gestrigen Gemeinderatssitzung mobil. Auf Schildern stand etwa „Umwidmen, Nein“ oder „Lieber Gerlitzen, als Gierlitzen“ (siehe Foto) geschrieben. Man wäre „stark verunsichert“ und befürchte „hotelähnliche Bettenburgen“ hört man seitens der „Interessensgemeinschaft Pöllingersiedlung“.

„Keine Garantie auf Widmung“
Treffens Bürgermeister Klaus Glanznig versucht zu beruhigen: Er sagt: „Das Örtliche Entwicklungskonzept stellt keine Garantie auf Widmung und keine Garantie auf eine Baubewilligung dar. Es soll als Leitfaden dienen, wie sich die Gemeinde in den nächsten zehn Jahren entwicklen könnte.“

„Keine Bettenburgen“
Dass Touristiker gerne mehr Betten auf der Gerlitzen sehen würden, ist kein Geheimnis. Allerdings sagt Region Villach-Geschäftsführer Georg Overs: „Bettenburgen auf der Gerlitzen sehe ich schon alleine visuell nicht.“ Und: „Der Nächtigungstourismus ist viel nachhaltiger als der Tagestourismus. Nächtigende Gäste geben im Schnitt fünfmal mehr aus als Tagesgäste.“

Fortsetzung folgt
Eine Fortsetzung folgt bei der nächsten Gemeinderatssitzung Ende Jänner. Hier soll das künftige Örtliche Entwicklungskonzept beschlossen werden. Auf Bürgermeister Klaus Glanznig kommt vorab die Rolle des Vermittlers zu. Übrigens: Für das geplante private Domizil bei der Pöllinger Siedlung gab es zuletzt einen negativen Baubescheid. Grund: die ganzjährige Zufahrt ist nicht gesichert und es liegt keine Rodungsbewilligung vor.