Bereits zu 136 Einsätzen wurde die FF St. Paul heuer gerufen. Ein Glück, dass sie technisch am neuesten Stand ist und über 56 hochmotivierte Kameraden verfügt.

In einem normalen Jahr wird die FF St. Paul unter der Leitung von Kommandant Gerald Sulzer zu 100 bis 110 Einsätzen gerufen. Heuer sind es bereits 136! „Es gab eine Vielzahl an Hochwasserszenarien in Legerbuch, der Trattenstraße und Stadling“, so der Kommandant. Vor allem der 19. Juli wird den Feuerwehrmännern noch lange in Erinnung bleiben, denn an diesem Tag musste man zu fünf Einsätzen ausrücken – vom schweren Verkehrsunfall bis hin zum Brand eines Wirtschaftsgebäudes. Doch mithilfe ihres geballten Teamgeistes und der hochwertigen Ausrüstung sind die St. Pauler Florianis für alle Situationen gerüstet. Speziell im Falle von Überschwemmungen ist der Hochwasserschutzanhänger von Vorteil, den die FF St. Paul von der Initiative „St. Pauler für St. Paul“ zur Verfügung gestellt bekam und der alle nötigen Gerätschaften bereithält, so zum Beispiel eine Schlammpumpe, Sandsäcke und einen speziellen „Restlossauger“.

Top ausgestattet
Ganz neu im Fuhrpark ist das Tanklöschfahrzeug 4000, das erst seit heuer im Betrieb ist. Doch auch die restlichen Fahrzeuge sind am neusten Stand. Neben einem Mannschaftstransportfahrzeug, einem Kleinlöschfahrzeug und einem Kleinrüstfahrzeug mit Allradantrieb steht der FF St. Paul zusätzlich ein LUF 60 (löschunterstützendes Fahrzeug) und ein technischer Anhänger für Einsätze im Koralmtunnel und in der Tunnelkette Granitztal zur Verfügung. Der Grund: Die FF St. Paul ist eine von sieben Feuerwehren, die bei Notfällen im Rahmen des Tunnelbaus alarmiert wird. Aufgrund der geographischen Lage ist sie außerdem als erste am Einsatzort. „In die Südröhre können wir mit unseren Fahrzeugen fahren, für die Nordröhre steht ein eigener Rettungszug zur Verfügung“, so Sulzer. Seit dem Baustart im Jahr 2014 gab es im Rahmen der Tunnelbaustellen fünf Einsätze, davon zweimal Vorfälle mit starker Rauchentwicklung und drei technische Einsätze, bei denen das Rote Kreuz bei der Bergung von verletzten Personen unterstützt wurde. Um immer am neuesten Stand zu bleiben, besichtigen die Gruppen- und Zugskommandanten die Baustelle monatlich. Für das Jahr 2018 sind vier kleinere und eine Großübung geplant.

Das LUF 60 ist ein Spezialgerät zur Belüftung und zur Brandbekämpfung mit Wasser und Schaum in Tunnelsystemen

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