Philipp Hampel aus Velden plant eine Reise der besonderen Art: Ohne einen Cent in der Tasche will er 51 Tage lang durch unser Land reisen. Hintergrund ist ein soziales Experiment.

Am 11. Mai geht es los: An diesem Tag startet Philipp Hampel seine ganz persönliche „Tour de Austria“. „Ab St. Egyden bei Velden geht es übers Lavanttal bis in die Steiermark und nach Wien. Von hier über den Donauradweg via Enns wieder zurück in die Steiermark und übers Pongau zur Großglockner Hochalpenstraße zurück nach Kärnten.“ Die Heimkehr-Etappe von Villach nach Velden ist für den 1. Juli geplant. „Es wäre schön, wenn andere Leute die letzten Kilometer mitradeln, Treffpunkt ist um 10:30 Uhr beim Wasenboden, Höhe Polizei.“ Hintergrund des Projektes ist ein soziales Experiment. „Ich reise gerne, ich bin sportlich und habe mir gedacht, eine normale Radtour kann jeder machen, mach etwas Besonderes. Als ich vor ein paar Monaten in Costa Rica war, hat sich diese Idee entwickelt: Ich fahre ohne Geld und ohne Essen in der Tasche durch Österreich und will Leute motivieren, das Projekt zu unterstützen. Ziel ist es, dass durch soziale Netzwerke viele darauf aufmerksam werden und sehen, es muss nichts Großes sein, um jemand anderen glücklich zu machen. Ich will das Miteinander fördern.“

Schlafplätze gesucht. Das heißt: Philipp hat teilweise bereits Schlafplätze, teilweise wird er diese erst vor Ort finden. „Hoffentlich“, lacht er. „Für den Notfall habe ich auch einen Schlafsack mit dabei. Aber es melden sich schon laufend Leute, die sagen, dass ich vorbeikommen soll, wenn meine Tour durch ihre Gegend führt.“ In erster Linie kommuniziert Philipp das Projekt über Facebook, Snapchat und Instagram (TypRadTat). Angst vor möglichen Gefahren während der Solo-Reise hat der 23-Jährige keine: „ Man muss offen bleiben und auf sein Gefühl und seine Menschenkenntnis vertrauen. Meist sind die Sorgen nur da, weil andere Leute einem das einreden. Ich bin auch schon per Autostopp durch Brasilien gefahren, da meinte auch jeder, dass ich spinne. Und ich habe in Brasilien in einer Favela gewohnt. Ich reise generell sehr gerne, bin dabei schon oft bei Leuten untergekommen und auch selbst in Sachen „Couch Surfing“ aktiv.“ Unterstützer hat Philipp schon im Vorfeld: „Aktuell bin ich aufgrund einer Schulterverletzung noch etwas eingeschränkt, so habe ich jetzt bei Injoy Villach die Möglichkeit bekommen, mich trainingstechnisch vorzubereiten, vielen Dank!“