So kann man das wohl im Falle von Anna-Lena und ihrer Diabetikerwarnhündin Frieda sagen. Die Spendenaktion (siehe Ausgabe 25/2016) war ein voller Erfolg.

Im Dezember 2016 riefen wir zu einer großen Spendenaktion für Anna-Lena auf, denn ein Diabetikerwarnhund würde nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Eltern erheblich erleichtern. Nun war es endlich soweit und Labradorhündin Frieda zog vor kurzem bei Familie Selinger ein.

Großer Erfolg.
Fast jeden Tag mussten die Eltern von Anna-Lena Selinger den Wecker mitten in der Nacht stellen, um bei ihrer Tochter den Blutzucker zu messen – oft auch mehrmals in der Nacht – denn die junge Passeringerin wird bei einer drohenden Unter- bzw. Überzuckerung nicht munter. Und das seit nun schon fünf Jahren. Das ist nun Geschichte, denn Diabetikerwarnhündin Frieda übernimmt nun Tag- und Nachtdienste. Seit Mitte März lebt Frieda nun schon bei Familie Selinger und hat noch keine Zuckerschwankung verpasst – eine Wahnsinnsleistung! „Wir können uns auf sie verlassen und die ersten Erfolge kann man auch schon erkennen. Mein Langzeitblutzuckerspiegel ist schon um einiges gesunken“, so Anna-Lena.

Schlaues Team.
Natürlich bringt ein Hund auch eine Veränderung in die Familie. „Mein Tag startet mit einem Gassigang mit Frieda. Danach mache ich mich fertig für die Schule und Frieda darf zuhause Pause machen“, so die 12-Jährige. „Wenn ich wieder nach Hause komme, geh ich wieder raus mit ihr und wir machen die Schulsachen. Jeden Tag müssen wir noch Kommandos trainieren. Gar nicht so einfach, da Frieda alle Kommandos nur auf Englisch kennt und es bestimmt mehr als 20 Kommandos gibt. Frieda arbeitet fast rund um die Uhr, außer ich bin in der Schule. Sogar nachts weckt sie uns mit einem Bellen, einer Glocke, einem Bringsel oder einem Pfotenstupsen, wenn sie einen Zuckerspiegel von unter 75 oder über 200 wahrnimmt.“

Finanzielle Unterstützung.
Bald steht die Prüfung an für die beiden, dann ist Frieda ein offiziell ausgebildeter Assistenzhund und bekommt auch die Erkennungsschleife. Um die 25.000 Euro kostet der Hund ohne die zahlreichen Besuchsfahrten ins AnimalTrainingCenter Graz, die Kurse und die Prüfung. Sogar ein Chickencamp musste im Zuge der Ausbildung von der Familie besucht werden. „Das war sehr spannend! Ich brachte meinem Huhn das Fußballspielen bei“, lacht die Passeringerin. Durch die Spenden wurde diese große Hilfe für Anna-Lena erst realistisch. „Wir möchten uns nochmals für die Unterstützung bedanken“, so Familie Selinger!

Die gemeinsamen Trainings stehen täglich bei den beiden am Plan

Fotos © KRM (2)