2014 kam Amuthavalli Tuma nach Kärnten – der Liebe wegen. Gemeinsam mit einer Freundin gründete sie DIV-A – und bringt seitdem verschiedenste Nationen mit Einheimischen zusammen.

„Ich liebe es, anderen zu helfen“, bringt Amuthavalli Tuma ihre Arbeit auf den Punkt. Sie selbst weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht leicht ist, in ein fremdes Land zu ziehen. DIV-A (kurz für „Diwali in Villach“) will Leute zusammenbringen – und dadurch den Start in der neuen Heimat vereinfachen. Tuma selbst hat vor Villach in San Diego gewohnt, ist aber gebürtige Tamil-Inderin. Seit Jahren wohnt sie gemeinsam mit ihrem Mann Anton, einem Kärntner, in Velden. Was sie an ihrer neuen Heimat schätzt? „In Indien und Amerika lebt man viel schneller, hier ist alles in „Slow Motion“, das ist schön.“ Tuma lernt Deutsch, aber: „Es ist sehr schwierig. Vor allem Laute wie das „Ü“ oder der Dialekt. Wie lieben aber die langgezogenen Buchstaben, das klingt sehr süß“, sagt Tuma und lacht. Bei den Treffen von DIV-A sind auch viele Mitarbeiter von Infineon dabei, die Nationen bunt gemischt: Neben Indern sind das vor allem Menschen aus Südostasien, Italien, Slowenien oder dem Iran. Tumas Mann arbeitet ebenfalls bei Infineon und fungiert somit hin und wieder als Brückenbauer.

Kochen. Einmal im Monat wird zum gemeinsamen Kochabend geladen, dieser findet im Villacher Gemeinschaftsraum Otelo statt (Nächster Termin: 23. November). Vor allem wird hier indisch gekocht. Tuma: „Es geht vor allem darum, zusammenzukommen und zu kochen. Auch einige Kärntner sind regelmäßig bei den Abenden dabei.“ Ein weiterer Programmpunkt ist das Winterfest am 1. Dezember im Otelo, jede Nation bringt dafür eine kulinarische Spezialität mit, spontane Gäste sind gerne willkommen. Eine, die dank Tuma in Kärnten Anschluss gefunden hat, ist Sonali Mutha. Seit etwas mehr als einem Jahr lebt sie in Villach, ihr Mann arbeitet bei der Feistritzer Snowboardfirma Capita. „Ich habe nach Kontakten in der Umgebung gesucht und bin auf Amuthavalli gekommen“, sagt Mutha, die Tuma heute bei der Organisation verschiedenster Veranstaltungen hilft. Wie gehen die beiden eigentlich mit der kalten Jahreszeit um? „Wir lieben den Wechsel der Jahreszeiten. Aber 23 Grad wäre bei uns ein kalter Wintertag. Wir beide haben in Kärnten das erste Mal Schnee gesehen – einfach schön“, so Tuma.

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