Gertrud Rotter-Sorgo und ihr Ehemann Georg Rotter engagieren sich schon sehr lange für sozial bedürftige Menschen.

Mit ihrem Verein SORO „Gemeinnütziger Verein für soziales Engagement“, den sie im Jahr 2016 gründeten, ging es dem Gmündner Ehepaar darum, Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, zu helfen.

Rückblick
Schon lange bevor Gertrud Rotter-Sorgo und Georg Rotter den Verein ins Leben riefen, verband sie eine innige Beziehung zum schwarzen Kontinent. Vor allem das afrikanische Kunsthandwerk zog die ehemalige Röntgenassistentin in ihren Bann. So eröffnete sie in Wien ein Geschäft für südafrikanische Designartikel, die alle einen sozialen Hintergrund hatten und von ihr schon lange vorab bei Bestellung bezahlt wurden damit die Produkte hergestellt werden konnten. Während ihrer Reisen durch den Kontinent trafen die beiden immer wieder auf inspirierende Persönlichkeiten, die sich in Afrika sozial engagierten und dem Ehepaar Einblicke in ihre Projekte gewährten. Darunter ein Waisenhaus sowie eine Vorschule, die geschlossen werden sollten. Schnell eroberten die Kinder mit ihren traurigen Geschichten die Herzen des Ehepaars und die beiden entschlossen sich spontan, Geld zur Verfügung zu stellen, um eine Vorschule zu bauen und die laufenden Kosten für das Waisenhaus zu decken. Auch eine Musikschule, deren Mission es ist, Kinder von der Straße zu holen, wird von dem Paar unterstützt. „Unser aktuelles Projekt ist der Neubau der Sbusisiqwe pre-school. Die drei- bis sechsjährigen Kinder müssen derzeit unter erbärmlichen, provisorischen Umständen betreut werden“, so Gertrud Rotter. Aktuell betreut das Ehepaar 14 Vorschulen im Gebiet des Royal Natal Parks an der Grenze zum Königreich Lesotho.

Der Verein
„Wir haben aus unserem Privatvermögen einen namhaften Betrag zur Verfügung gestellt, der auf zehn Jahre verteilt wurde. Die Idee war, weitere Unterstützer ins Boot zu holen und mehr Gelder zu lukrieren. Dies ist mit einem Verein wesentlich einfacher. Mit unserer Organisation garantieren wir den optimalen Einsatz der Geldmittel, ohne Kosten für Administration und anderer Streuverluste. Da auch unsere Reisekosten privat finanziert werden, können die Spendengelder zu 100% dem Verwendungszweck zugutekommen“, erklärt Georg Rotter. Das Paar engagiert sich aber nicht nur in Afrika, sondern in ganz Österreich – überall dort wo Hilfe benötigt wird. „Rund ein Drittel der Gelder soll in Afrika eingesetzt werden. Ein weiteres Drittel bleibt in Europa und das letzte Drittel kommt dort, wo es gebraucht wird, zum Einsatz“, erklärt Rotter.

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