Rauchfangkehrer erfüllen wichtige Aufgaben im Sinne der Sicherheit und des Umweltschutzes, ihre Arbeit führt sie immer wieder hoch auf die Dächer. Lukas Ladinig absolvierte nach der Matura die Lehre bei Meister Roland Micelli.

Besonders wichtig ist uns, den Leuten zu vermitteln, dass es nicht nur um die Erfüllung von gesetzlichen Bestimmungen geht, sondern vor allem um ihre eigene Sicherheit“, erklärt Rauchfangkehrer Lukas Ladinig. „Vorbeugender Brandschutz ist unsere Hauptaufgabe“, so Rauchfangkehrermeister Roland Micelli.

Begeisterung für den Beruf
Lukas Ladinig hat heuer im Februar seine Lehre bei Micelli in Bleiburg abgeschlossen. Die dreijährige Lehrzeit wurde bei ihm auf zwei Jahre verkürzt, weil er die Matura an der HAK in Klagenfurt absolviert hatte. „Nach der Matura hab‘ ich zuerst in einem Büro gearbeitet, aber das war überhaupt nichts für mich“, lacht der 23-jährige Völkermarkter. Er wurde auf den Rauchfangkehrer-Beruf aufmerksam und hat hier seine Berufung gefunden. „Die Arbeit bietet immer etwas Neues, man ist jeden Tag in verschiedenen Ortschaften und bei anderen Menschen. Und man kann selbständig arbeiten“, beschreibt er seinen Beruf mit Begeisterung.

Umfangreiche Tätigkeit
Ein Lehrling begleitet den Meister bei der Arbeit. Kehren, Heizung reinigen, Sichtprüfung von Feuerstätten auf ordnungsgemäßen Zustand und ausreichenden Abstand von brennbaren Bauteilen, ordnungsgemäßer Ablauf der Heizungsanlagen sowie Messungen bei Öl- und Festbrennstoffkesseln gehören zu den Tätigkeiten. „Wir klären auch über richtiges Heizen auf sowie über die richtige Lagerung von Brennstoffen und was man nicht verheizen sollte – z.B. Plastik, Müll, nasses oder zu großes Holz. Das ist wichtig für die Sicherheit und für den Umweltschutz“, erklärt Ladinig. Eine Zusatzausbildung – mit Praxis im Betrieb und Schulung in Salzburg – hat er als Feuerlöscher-Wart absolviert: Zur Beratung und Überprüfung für alle Arten von Feuerlöschern, eine Überprüfung ist alle zwei Jahre vorgeschrieben.

Fachwissen
Ein Rauchfangkehrermeister führt die Feuerbeschau durch, die für Ein- und Zweifamilienhäuser alle 15 Jahre sowie für Mehrparteienhäuser und landwirtschaftliche Betriebe alle neun Jahre Vorschrift ist. Roland Micelli: „In meinem Betrieb sind zwei Sachverständige für vorbeugenden Brandschutz tätig, das damit vorhandene umfangreiche Fachwissen ist für Lehrlinge ein Vorteil.“

Am Foto: „Schwindelfrei zu sein, ist ein Vorteil in unserem Beruf“, lacht Rauchfangkehrer Lukas Ladinig (l.), hier am Dach hoch über Bleiburg mit Rauchfangkehrermeister Roland Micelli, bei dem er heuer die Lehre abgeschlossen hat
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Verschiedene Infos zu Lehrberufen und über Möglichkeiten zu einer Lehre finden Sie auch auf www.lehre.ktn.gv.at