Der bekannte Villacher Bier-Bulli wurde von der Autowerkstätte „Kfz-Doc“ in aufwendiger Kleinarbeit renoviert. Der Motor wurde generalüberholt, die Ölpumpe extra aus Texas geliefert.

Ein Kuriosum vorweg: Der Tacho des Bullis (offizielle Bezeichnung VW Bus T2, Baujahr 1979) weist rund 40.000 Kilometer aus. Allerdings: „Wenn 100.000 Kilometer erreicht sind, springt der Tacho bei diesem Modell wieder zurück auf null“, erklärt Kfz-Doc Alexander Wrussnig. Wie viele Kilometer der VW Bus tatsächlich auf dem Buckel hat, lässt aufhorchen: „Wir schätzen zwischen 800.000 und einer Million“, so Wrussnig.

Generalüberholt
Ursprünglich war nur eine kleine Überholung geplant. „Wir haben aber schnell gesehen, dass Not am Mann ist“, erzählt der Kfz-Experte. Unter anderem war das Hauptlager der Kurbelwelle gebrochen, die Ölpumpe durch sich lösende Metallspäne bereits beschädigt. Speziell: Das Villacher Bier-Bulli-Modell ist mit einem Porsche 914-Motor ausgestattet. Ersatzteile zu bekommen war schwer. Wrussnig: „Die Ölpumpe haben wir nach längerer Suche in Texas aufgespürt, vier Wochen später war sie schon eingebaut.“ Auch die Vergaser (Doppelvergaser, Anm.) sind neu. Die Luftleitbleche wurden sandgestrahlt und schwarz lackiert.

Einst Postauto
Der Bulli hat übrigens eine facettenreiche farbliche Geschichte hinter sich: Ursprünglich war das Fahrzeug blau lackiert. Dann wurde es von der Post übernommen und gelb gefärbt, ehe das Auto von Villacher Bier gekauft wurde und seitdem im klassischen Villacher Bier-Rot erstrahlt. Im Rahmen der Generalüberholung wurde der VW-Bus dann noch einmal frisch lackiert, 160-Jahr-Jubiläum-Logo der Villacher Brauerei inklusive.

Premiere
Erstmals „ausgeführt“ wurde das Fahrzeug bei der GAST in Klagenfurt. Andreas Sollbauer von Villacher Bier: „Er fährt sich jetzt ganz wunderbar. Zudem können wir über die neu integrierte Anhängerkupplung nun auch unser Promotionfass immer mitführen.“ Auch neu eingebaut: ein Radio.

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