Die 2. Alpe-Adria Fisch- und Ölprämierung in Klagenfurt war für die vier teilnehmenden Betriebe aus dem Bezirk Wolfsberg ein voller Erfolg: Insgesamt brachten sie 28 Medaillen ins Lavanttal, davon 19 mal Gold.

Rund 70 bäuerliche Betriebe aus Slowenien und ganz Österreich reichten bei der Prämierung im Rahmen der Agrarmesse in Klagenfurt mehr als 200 Produkte ein. Obwohl nur vier Produzenten aus dem Lavanttal teilnahmen, waren die heimischen Produzenten in puncto Medaillenanzahl vorn dabei! So etwa die in St. Marein ansässige Fischzucht Marzi. In deren Naturteichanlagen schwimmen anstatt normaler Forellen wahre „Goldfische“. Mit zwölf Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen war die Familie Marzi bei dieser Prämierung der erfolgreichste Betrieb überhaupt! Delikatessen wie die Kaiserforelle und der Lachsforellenaufstrich überzeugten die Jury restlos. „Wir setzen auf naturnahe Aufzucht im Rhythmus der Jahreszeiten anstatt auf Intensivbewirtschaftung“, erklärt Gerhard Marzi. „Die Trinkwasserqualität unserer Teiche sowie hochwertiges österreichisches Futter tragen ebenfalls zum Endprodukt bei.“ Eine Spezialität aus dem Hause Marzi ist die so genannte Kaiserforelle. Dabei handelt es sich um eine eigene, sehr großwüchsige Züchtung, die eine Alternative zum handelüblichen Lachs bietet.

Fisch vom Jäger
Heiß geräuchertes Lachsforellenfilet und Forellenaufstrich vom St. Stefaner Forellenhof und Fleischerei Jäger waren der Jury zwei Bronzemedaillen wert. Darüber freut sich natürlich „Chef“ Hans Jäger: „Unsere zwei Teichanlagen werden vom Pailbach bzw. vom Löschbach gespeist. Das Geheimnis ist die Kombination aus dem sauerstoffreichem Almwasser sowie bestem Futter“, verrät Hans Jäger.

Flüssiges Gold
Sieben eingereichte Produkte, sieben Goldmedaillen. Mehr kann man sich als teilnehmender Produzent gar nicht wünschen. Für die Familie Kienzl aus Lindhof bei Maria Rojach wurde dieser Wunsch Wirklichkeit. Dabei begann die Produktion ihrer hochwertigen Öle eigentlich aus einer wenig zufriedenstellenden Situation heraus: „Wir hatten immer sehr viele Nüsse aus eigenem Anbau, wussten jedoch nie wirklich, was wir damit anfangen sollten“, erinnert sich Othmar Kienzl. Kurzerhand investierte man 2011 in eine Nussknackmaschine – zum damaligen Zeitpunkt die erste überhaupt in ganz Österreich! Mit ihrer Hilfe können auch größere Mengen von Nüssen gebrochen und die Schalen entfernt werden. „Danach folgt die optische Kontrolle am Sortierband“, erklärt Brigitte Kienzl. Beim Endprodukt unterscheidet man zwischen kaltgepressten Ölen, die das volle Nussaroma bieten, und geröstetem Öl, das ein angenehmes Röstaroma verbreitet. Speziell für Salate hat Brigitte Kienzl ein Mischung aus Walnuss- und Kürbiskernöl kreiert. Immer im Herbst läuft eine „Umtauschaktion“, bei der Nussbaumbesitzer die Früchte ihrer Arbeit am Kienzl-Hof gegen fertiges Öl eintauschen können.

Erfolg beim ersten Mal
Gleich beim ersten Mal eine Silbermedaille – das war für Brigitte Gollar eine schöne Überraschung. Nachdem ihr Marmeladen bei der 3. Kärntner Marmeladeprämierung 2016 mit zweimal Gold ausgezeichnet wurden, reichte die Bewirtschafterin des Biohofes Gollar am Aichberg heuer erstmals ihr Bio-Walnussöl ein. „Der Rohstoff für das prämierte Produkt sind die Walnüsse besondere Nussbäume: Sie wachsen teilweise schon seit über 70 Jahren und geben zwar kleine, aber dafür besonders aromastarke Nüsse“, so Gollar. Geerntet wird über mehrere Wochen im Herbst, dann folgt eine schonende Trocknung, die sich ebenfalls auf das Endprodukt auswirkt.

Mit zwei Bronzemedaillen gehört auch Hans Jäger zu den Gewinnern

Das Bio-Walnussöl von Brigitte Gallor wurde mit Silber ausgezeichnet

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