Teile von alter Stadtmauer sollen laut Bürgermeisterbüro nicht abgerissen werden. „Bauherr ist sich historischer Tragweite bewusst.“

Wie zu sehen ist, rollen beim ehemaligen KTZ-Gebäude die Abrissbagger an. Bei ihrer ersten öffentlichen Stellungnahme am 24. Jänner 2018 ließ die Lillihill Gruppe verlautbaren, dass es für das Gebäude einen Abrissbescheid gibt. Stadtrat Geiger hat dem KLAGENFURTER vor einem Jahr erste Pläne für ein Kreativzentrum für Start-ups und ein Studentenwohnheim namens „Brain@Work“ gezeigt. Nun kommt Bewegung in das Bauprojekt.

Bedenken
Im Zuge der Abrissarbeiten haben uns Anrainer kontaktiert. Sie befürchten, dass ein Teil der alten Stadtmauer, der sich hinter dem Gebäude befindet, abgerissen werden soll. Der KLAGENFURTER hat daraufhin beim Denkmalamt nachgefragt, wie es um diesen Bereich steht. Wir konnten erfahren, dass weite Teile der alten Stadtmauer zwar dem Denkmalschutz unterstehen, dieser Teil der Mauer jedoch nicht unter Schutz steht.

„Kein Abriss“
Auf Nachfrage beim Stadtplanungsbüro, für das Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz verantwortlich ist, konnten wir vorerst diese Information erfahren: „Die Mauer wird keinesfalls abgerissen – nur Teile davon sind historisch. Der Bauherr ist sich der Tragweite bewusst. Der Neubau wird nicht direkt zur Stadtmauer reichen.“ Teilbereiche der Mauer sollen sogar in das Bauprojekt eingebunden werden.

Der Pächter des Kunstcafes Lidmansky Gerhard Lippitz: „Ich befürchte, dass die Mauer umfällt“

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Ein Teil der alten Einfriedungsmauer, von dem Anrainer befürchten, dass dieser abgerissen werden könnte – was für einen Zweck das „schwebende“ Eisentor hat, konnten wir nicht recherchieren

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