Aus einem einfachen Stoff etwas ganz Besonderes fertigen – diese Herausforderung ist für den St. Veiter Kunstschmied Christoph Rossmann die Motivation.

Große Begeisterung für ein Handwerk, Kreativität in vielerlei Hinsicht und Einfühlungsvermögen wurden Christoph Rossmann in die Wiege gelegt. Noch ist der 27-Jährige ein Wolfsberger, doch das wird sich in naher Zukunft ändern, denn er erzählt schon von Umzugsplänen nach St. Veit: „Da unser Familienbetrieb, den ich 2017 von meinem Onkel übernommen habe, in der Herzogstadt ist, habe ich derzeit einen weiten Weg zum Pendeln.“

Große Erfolge.
Nach dem Besuch der Volksschule und der Hauptschule entschloss sich Christoph, die Landwirtschaftliche Fachhochschule zu besuchen. „Da meine Großeltern eine Landwirtschaft haben und mich dieser Bereich interessierte, war es klar, dass ich auf diese Schule wechsle“, so Rossmann. Nach dem Abschluss strebte er eine Lehre als Kunstschmied bzw. eine Lehre der Metalltechnik mit Schmiedetechnik an – und das mit Erfolg, denn er konnte sich den 2. Platz beim Bundeslehrlingswettbewerb und 2012 den Österreichischen Staatsmeistertitel im Schmieden ergattern. Nun ist er stellvertretender Innungsmeister bei der Metalltechnik und für die Kärntner Lehrlinge zuständig. „Ich trainiere auch vor speziellen Bewerben mit unseren Teilnehmern. Meine Aufgabe ist es auch, die Werkstücke zu entwerfen und als Jurymitglied zu bewerten“, erklärt Christoph. „Hier stecke ich auch sehr gerne vieles an meiner Freizeit rein, denn der Nachwuchs in der Branche ist mir wichtig! Ich werde in meinem Betrieb auch heuer einen Lehrling aufnehmen.“

Freizeit ist rar.
Wenn der junge Kunstschmied mal nicht in seinem Familienbetrieb arbeitet, verbringt er seine Freizeit auf dem Rad. „Das Radfahren brauche ich als Ausgleich zu meinem oft sehr stressigen Job. Ich liebe es auch, wandern zu gehen und bin zwei- bis dreimal die Woche sportlich unterwegs. Im Winter geht es zu den Seen zum Eislaufen“, erzählt der Wolfsberger. Auf die Frage, ob er denn Tiere hätte, musste Christoph schmunzeln: „Ja ich habe noch drei Ziegen seit ca. 13 Jahren.“ Statt einem Urlaub am Meer bevorzugt er lieber spannende Städtetrips. Doch viel Freizeit bleibt ihm neben seiner Aufgabe in der Innung und der Kunstschmiede in St. Veit nicht. „Das meiste Herzblut fließt aber in mein Handwerk. Seit über 35 Jahren gibt es unseren Familienbetrieb schon. Es fasziniert mich immer wieder, was man aus Metall Schönes zaubern kann“, so der Kunstschmied.

In der Freizeit ist Christoph oft am Berg

Fotos © Kunstschmiede Rossmann