Wir schaffen noch etwas mit unseren eigenen Händen – In der Gärtnerei Sattler in der Sonnwendgasse 7 startet Sarah Felsberger mit einer 3-jährigen Lehre zur „Gärtnereifachfrau“ durch.

Die Gärtnereifachfrau bzw. der Gärtnereifachmann ist ein landwirtschaftlicher Beruf und hat eine Lehrzeit von drei Jahren. Nach langer Suche hat Chefin Angelika Sattler einen Lehrling gefunden: Sarah Felsberger. Die junge Dame ist begeistert von der Welt der Pflanzen und wird, obwohl sie bereits zwei Lehrabschlüsse besitzt, einen im Büro und einen in der Gastronomie, bei der Gärtnerei Sattler anfangen. „Die Chance, eine Lehre absolvieren zu können, sollte unbedingt genutzt werden“, ist sich Sarah sicher.

Vielfältige Ausbildung.
„Der größte Teil unserer Ausbildung ist die Produktion von Zierpflanzen, Gemüse, Kräuter, Sträucher und Stauden. Die Dekoration ist hier eher ein Nebenbereich, gehört aber auch dazu“, so die Chefin Angelika Sattler. „Aber auch ein technisches Verständnis müssen die Lehrlinge in unserem Beruf mitbringen, denn wir müssen Kenntnisse zu den Bewässerungs- und Heizungssystemen haben. In unserem Beruf werden wir auch oft mit Mathematik konfrontiert, da wir z.B. ständig Düngemittelberechnungen durchführen müssen.“ Ein Gärtner braucht gute Kenntnisse zu den Themen Pflanzenschutz und Nützlingseinsatz, aber auch einen kompetenten Kundenumgang.

Gärtner-Tagebuch.
Vor vielen Jahren fingen die Gärtner selbstständig an, ein Tagebuch zur Pflanzenaufzucht zu schreiben. „Hier fand man dann alle Aufzeichnungen auf einem Blick. Welche Pflanze sollte ich in welche Erde setzen? Mit welchem Dünger wachsen sie am Besten“, so Sattler. Dieses Nachschlagewerk müssen die Lehrlinge auch heute noch führen und es ist ein Bestandteil der Lehrabschlussprüfung. Die Berufsschule für Gärtnereifachfrauen und –männer ist in Klagenfurt in Ehrental. Angelika Sattler war selbst jahrelang Lehrerin in der Berufsschule für Gärtner und weiß über den Unterricht Bescheid: „Der Unterricht ist sehr umfangreich. Obwohl sich viele Gärtnereien spezialisiert haben, ist es für die Lehrlinge trotzdem wichtig, ein komplettes Wissen zu haben.“ Eine Lehre mit Matura ist in diesem Beruf leider nicht möglich.

Hobby zum Beruf gemacht.
Sarah widmet viel von ihrer Freizeit ihren eigenen Blumen zuhause: „Ich liebe es, wenn man sieht, was man von eigener Hand geschaffen hat. In der Firma tauschen wir uns auch immer gegenseitig aus und ich kann sehr viel an Wissen mitnehmen.“ Nach zwei Lehrabschlüssen hat die 18-jährige St. Veiterin nun den Beruf für sich im Familienbetrieb Sattler gefunden. „Mir macht es richtig Spaß!“„Wir möchten die Jugend für Lehrberufe begeistern und vor allem für regionale Pflanzen. Es ist doch schön, keine Pflanzen aus Holland kaufen zu müssen, weil wir bei uns so eine schöne Vielfalt anbieten“, so Sattler.

Auch bei den Kräutern braucht Sarah Fachwissen

Die Betreuung der Pelargonien gehört auch zu ihren Aufgaben

Fotos © KRM (3)