Netzwerke, Computer und Programme – Informationstechniker, oder auch IT-Techniker genannt, sind hier Spezialisten auf diesen Gebieten. Martino Holzer ist im ersten Lehrjahr des Lehrberufs ‚IT-Techniker’ bei FLEX Althofen.

Als IT-Techniker ist man dafür verantwortlich, dass alle Arbeitsgeräte im Unternehmen, wie PC, Handy und Tablet, einwandfrei funktionieren und richtig zusammenspielen. Wenn Kollegen Unterstützung am Computer brauchen, ist man als IT-Techniker sofort zur Stelle. Martino Holzer war schon von klein an am Technikbereich interessiert. „Ich habe bereits einige Computer zuhause zusammengebaut. Wenn man sich mit der Materie beschäftigt, ist es gar nicht so schwer, denn alle Befehle sind vollkommen nachvollziehbar und logisch“, so der junge FLEX-Lehrling.

Umfassende Ausbildung.
Um die 70 Prozent der Lehrlinge der Firma FLEX Althofen machen eine Lehre mit Matura. So auch Martino Holzer, der im ersten Lehrjahr des Berufs IT-Techniker ist. „Ich habe mich für eine Lehre entschieden, da das eigene Geld doch sehr verlockend ist. Man kann auf den eigenen Beinen stehen und trotzdem eine umfassende Ausbildung haben. Diese Entscheidung war die beste für mich“, so der 17-Jährige. „Unser Unternehmen bietet auch zahlreiche Zusatzausbildungen und –aktivitäten an. Auch Zuckerln für gute Noten und Englischkurse, da wir die Sprache sehr oft im Unternehmen brauchen, werden angeboten“, so der Leiter des Ausbildungszentrums von FLEX Althofen Albert Klemen.

Drei Säulen-Ausbildung.
„In meiner Lehrzeit habe ich im ersten Lehrjahr eine Grundausbildung in der Elektronik und Mechanik, die alle Lehrlinge bei uns machen. Diese umfasst rund drei Monate. Danach geht es in die IT-Technik“, so Martino. Der Ausbildungsleiter ergänzt: „Die Lehre basiert auf folgende Säulen: der Betreuung im Ausbildungszentrum mit der Persönlichkeitsbildung sowie der Bildung von Social-Skills, der grundlegende Einblick in die Mechanik und der Elektronik und die Ausbildung im IT-Bereich.“

Schule als Herausforderung.
Die Berufsschule besucht Martino im Blockunterricht in Klagenfurt und die Maturaklasse einmal wöchentlich in St. Veit. „Wenn man sich für die Lehre mit Matura entscheidet, dann hat man auch eine Motivation und ein Interesse diese Ausbildung erfolgreich zu beenden. So schafft man die Doppelbelastung auch gut. Ich lerne leicht, aber muss mich trotzdem immer wieder zu den Bücher hinsetzen“, so der Althofner. Das er die Lehre mit Matura aber zu 100 Prozent schaffen wird, ist ihm klar.

Spannender Lehrplan.
„Derzeit arbeite ich im Helpdesk schon mit. Das freut mich sehr, da es nicht selbstverständlich ist, dass man im ersten Lehrjahr schon normal mitarbeiten kann. Am Anfang der Woche arbeite ich mit meinem Ausbilder Andreas Kogler, der auch eine Lehre mit Matura als IT-Techniker im Unternehmen absolvierte und nun berufsbegleitend studiert, einen Plan aus. So kann ich mich umfangreich in den IT-Bereich einarbeiten“, erzählt Martino. „Zuständig bin ich für Anfragen der Anwender beim Helpdesk. Das bedeutet, wenn es Login-Probleme gibt, der Drucker Faxen macht oder Ähnliches.“

Zwei IT-Bereiche.
Der Leiter des Ausbildungszentrums erklärt, dass es bei FLEX Althofen zwei IT-Bereiche gibt. „Eine Abteilung ist für den Helpdesk bzw. für die firmeninternen Angelegenheiten zuständig. So auch die Abteilung, für die Martino arbeitet. Die zweite Abteilung ist für die Softwareentwicklung und für Intelligenzsyteme zuständig. Hier werden auch die Projekte ausgearbeitet“, spricht Klemen.

Große Veränderungen.
Seit 1999 gibt es den Beruf des IT-Technikers und FLEX Althofen bildet seit 2000 IT-Lehrlinge aus. „Natürlich hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Vorher waren wir hauptsächlich mit den Computern beschäftigt. Nun ist auch die ganze Produktion schon vernetzt und sehr IT-lastig. Wir sprechen hier von Industrie 4.0“, so Albert Klemen. „Die Maschinen sind nun abhängig von Datenbanken und die Digitalisierung macht keinen Halt vor der Produktion. Aber so können wir effizienter arbeiten.“

Martinos Zukunftspläne.
Natürlich hat der 17-Jährige sich schon Gedanken über seine Zukunft gemacht: „Da ich ja die Matura auch mit der Lehre mache, stehen mir sehr viele Türen offen. So ist zum Beispiel auch ein Studium im IT-Bereich möglich. Außerdem gibt es eine große Chance, von der Firma übernommen zu werden, wenn man sich in der Lehrzeit gut macht. Sich weiter nach oben auf der Karriereleiter zu arbeiten, steht natürlich auf meiner Liste.“ Der Althofner sagt aber ganz klar: „Ohne auf ein Ziel hinzuarbeiten, hat nichts einen Sinn. Nur wer Pläne schmiedet, kann seinen Lebensweg erfolgreich meistern.“

Hauptsächlich ist Martino im Helpdesk tätig

Martino Holzer, 1. Lehrjahr IT-Technik bei FLEX