Sie zählen beziehungsweise zählten zweifellos zu den Aushängeschildern im Sängergau Gailtal: Die „Fünf Gailtaler“ aus Feistritz an der Gail und Umgebung.

Nach über vier Jahrzehnten gemeinsamen Singens ist es an der Zeit, in den verdienten Ruhestand zu treten. „Wir hatten eine schöne Zeit mit unzähligen erfolgreichen Auftritten und hoffen, dabei für gute Unterhaltung gesorgt zu haben!“

Ruhestand 2018
Die Bezirksobfrau des Kärntner Bildungswerkes, Mag. Annelies Wernitznig, langjährige Wegbegleiterin als Obfrau von „Langzeitchorleiter“ Professor Franz Mörtl bei der „Singgemeinschaft Oisternig“ replizierte in der Fachzeitschrift des Kärntner Bildungswerkes: „Was man in Insiderkreisen schon einige Zeit befürchtete, aber vielleicht doch nicht ganz wahrhaben wollte, tritt jetzt doch ein: Die Fünf Gailtaler hören auf!“ Sagenhafte 42 Jahre verwöhnten die Männer und zugleich Freunde aus dem „Unteren Gailtal“ das Publikum mit unverwechselbaren Darbietungen, „die eine gekonnte Symbiose vom bekannten Volkslied bis zu modernen Rhythmen bildeten und die 5 Gailtaler über die Talgrenzen hinaus zu einem internationalen Kulturbotschafter machten!“

Die da sind und waren
Als Tenor Philipp Kaiser, ehemaliger Polizeibeamter, 65 Jahre jung „und doch nun schon seit einigen Jahren in Pension,“ listet Obmann Professor Gerhard Hohenwarter seine Kollegen auf. Als launig-großartiger Conferencier wird er ewig in Erinnerung bleiben: „Wenn Philipp nicht mit den 5 Gailtalern oder mit seinen Wildsängerfreunden unterwegs ist, dann bedient er mit Vorliebe sein „Fichtenmoped“. Chorleiter und die zweite Tenorstimme inne hat Professor Franz Mörtl, mittlerweile 67, er war Hauptschullehrer in Arnoldstein. Er singt weiter im Quartett „Mundårt“ und ist schon seit Jahren künstlerischer Leiter der von Klaus Krieber aus Egg initiierten Kulturinitiative „ProjEGGt“. Erster Bass war Gerald Karnel, mit 58 einer, der noch im LKH Villach berufstätig ist. Er war derjenige, der nach dem frühen Tod von Gründungsmitglied Erich Bauer in das Quintett aufgenommen wurde. Die so genannte Quintstimme hatte Professor Gerhard Hohenwarter, 70, inne, er war Lehrer am Peraugymnasium in Villach „und treibt sich in seiner Freizeit häufig in den vergletscherten Gebirgsregionen herum“. Und „last but not least“ der zweite Bass: Dr. Klaus Napokoj, mit 61 noch immer Praktischer Arzt in Nötsch. Die letzten Auftritte absolvieren die beliebten Männer am 13. Oktober in Knappenberg, am 19. in Gmünd, am 21. in Graz, am 10. November in Riegersdorf, am 18. in Feld am See, dann gibt es ein großes Schlusskonzert im „Congress Center Villach“ am 30. November und als besonderes Zuckerl für die „Daheimgebliebenen“ am Donnerstag, 25. Oktober, im Festsaal Kötschach-Mauthen, „ein bestimmt emotionaler Kurzauftritt im geliebten Gailtal als Gäste bei der Vorausscheidung zum Kärntner Chor des Jahres 2018″!

 

 

 

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