Tierheim neu: Wolfsbergs Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz plädiert für einen Baustart Mitte des Jahres. Zweistufiger Bauplan soll umgesetzt werden. Kosten: ca. 1 Million Euro.

Mit der Implementierung eines neuen Vorstands für den Tierschutzverein Wolfsberg unter der Leitung von Johann Schober und der Entscheidung zum Neubau des nicht mehr zeitgemäßen Tierheims bricht für den Tierschutz im Lavanttal eine neue Ära an. Derzeit befindet sich die Gemeinde am Ende der Planungsphase. „Es stehen noch Stellungnahmen diverser Behörden aus, zum Beispiel die des Amtstierarztes“, sagt Bgm. Hans-Peter Schlagholz. „Im Sinne eines frühen Baustarts hoffe ich, dass die Behörden mitspielen und das nicht auf die lange Bank schieben.“ Realistisch seien ein Baustart im Juni 2018 sowie die Bauzeit von rund einem Jahr.

Doppelte Fläche
In einer ersten Stufe sieht der Zeitplan die Errichtung eines neuen Gebäudes nordöstlich vom bestehenden Haus vor. Darin werden Büro, Quarantänestation, ein kleiner Behandlungsraum sowie ein neues Katzengehege untergebracht sein. In der zweiten Baustufe werden die Hundeboxen adaptiert und das Freilaufgelände Richtung Osten erweitert. Dort befindet sich aktuell eine brachliegende Wiese, ebenfalls im Gemeindebesitz. „Das gesamte Gelände wird sich auf rund 6.400 m² vergrößern. Bis jetzt sind weniger als 50 % in Verwendung“, so Schlagholz. Ebenfalls angedacht sind Unterbringungsmöglichkeiten für Vögel und Kleintiere. Derzeit können im Tierheim Wolfsberg rund 20 Hunde und 60 Katzen untergebracht werden, nach dem Neubau sollte im Extremfall die Verpflegung von 40 Hunden und 70 Katzen ermöglicht werden. Während des Neubaus wird der Betrieb im alten Haus wie gewohnt fortgesetzt. Nach der Umsiedelung wird dieses abgerissen.

Zukunftspläne
„Wir haben uns Tierheime in Villach und Lienz angesehen, um Ideen für dieses Projekt zu sammeln“, sagt Johann Schober, Obmann des Wolfsberger Tierschutzvereins. In die Zukunft blickt er optimistisch: „Wir haben ein starkes, neues Vorstandsteam und eine engagierte Crew im Tierheim. Auch unsere verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem auf Facebook, zeigt Wirkung. Die Zahl der Menschen, die sich freiwillig engagieren, steigt an. Es werden zudem immer mehr Tiere vermittelt.“ Doch der neue Vorstand plant bereits weiter in die Zukunft. So ist die Bildung eines Beirats angedacht. „Dieser soll aus Personen bestehen, die etwas zum Tierschutz beitragen können, zum Beispiel in tiermedizinischer oder förderpolitischer Hinsicht. Wir wollen noch stärker netzwerken und Informationen bündeln.“

© KRM

FINANZIERUNG:
Gesamtkosten: ca. 1 Million Euro. Beitrag der restlichen Gemeinden im Bezirk von rund 1 Euro pro Bürger (rund 28.000 Euro). 35-prozentige Förderung durch das Land (350.000 Euro), Bedarfszuweisungen von ca. 150.000 Euro. Kosten für die Gemeinde: ca. 472.000 Euro.